1.000-Hügel-Rallye

Lokalmatador sicher: „Dann fliegen die Fetzen!“

Niederösterreich
29.08.2025 06:30

Heute und morgen heulen beim Grande Finale der Rallye-Staatsmeisterschaften wieder die Motoren. Nach einer durchwachsenen Saison hofft der „Local Hero“ Luca Waldherr bei der 1000-Hügel Rallye in Krumbach auf ein versönliches Ende. 

„Der Druck für das Heimrennen ist draußen,“ atmet Luca Waldherr, der nach einer verfahrenen Saison mit einer leichten Schulter in das Land der 1.000-Hügel-Rallye in Krumbach geht, erst einmal durch. „Das sind eigentlich die besten Voraussetzungen für einen Podestplatz.“

Im Vorjahr feierte er hier seinen ersten Sieg in der Topklasse und fixierte damit den Vizemeistertitel – heuer lief bislang wenig nach Wunsch. „Bei den ersten beiden Rallyes hatten wir technische Probleme, dann bei der Lavanttal-Rallye immerhin ein dritter Platz,“ seufzt Waldherr im Gespräch mit der „Krone“.

Der „bronzene“ Erfolg war aber nicht gekommen um zu bleiben, der nächste Ausfall stand schon in den Startlöchern. „Das Jahr war echt nicht leicht.“ Deswegen hofft der 31-Jährige bei seiner Heimrallye, die direkt an seinem Tuning-Betrieb in Zöbern vorbei führt, auf Schadensbegrenzung. „Das Schönste ist aber, dass ich zuhause schlafen und mit Frau und Kindern frühstücken kann.“

Bei der letzten 1.000-Hügel-Rallye holte sich der 31-Jährige den Heimsieg.
Bei der letzten 1.000-Hügel-Rallye holte sich der 31-Jährige den Heimsieg.(Bild: Daniel Fessl)

Auch mit Co-Pilotin Claudia Maier ist er bereits ein eingespieltes Team. „Sie ist top organisiert und im Auto meine zweite Gehirnhälfte.“ Für Waldherr eine enorme Erleichterung. „Ich kann mich so wirklich nur auf das Fahren konzentrieren.“ Dass das Saisonfinale der Staatsmeisterschaften am Wochenende trotzdem alles andere als eine „gmahde Wiesn“ wird, ist ihm bewusst.

„Simon Wagner ist die Nummer eins, ihn gilt es zu schlagen“. Aber auch Michael Lengauer und Albert von Thurn Taxis zählen zu den Konkurrenten. Auf Wunder darf man dennoch hoffen. Dass am Wochenende in Krumbach die Motoren starten, ist ohnehin bereits das erste.

Mit Co-Pilotin Claudia Maier (li. am Auto) ist Luca ein eingespieltes Team.
Mit Co-Pilotin Claudia Maier (li. am Auto) ist Luca ein eingespieltes Team.(Bild: Daniel Fessl)

Neben den finanziellen Schwierigkeiten machten nämlich auch die Anrainer wegen dem Wirbel einen Wirbel. „Es wird immer Leute geben, die sich aufregen“, nimmt‘s der Lokalmatador, der nicht nur als Pilot unterwegs sein wird, sondern zum ersten Mal auch in die Planung involviert war, gelassen.

Und rückt vor allem den finanziellen Mehrwert für die Region in den Vordergrund: „Seit Wochen sind die Hotels ausgebucht, ein Zimmer zu bekommen ist fast unmöglich.“ Logisch, zwischen 30.000 und 40.000 Fans werden zum Spektakel erwartet. Die Waldherr zum Kochen bringen will: „Wenn ich wieder gewinnen sollte, fliegen die Fetzen.“

Porträt von Ann Sophie Walten
Ann Sophie Walten
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