Als "weiterbildungsaktiv" gelten Personen, die in den letzten zwölf Monaten vor dem Befragungszeitpunkt an "nicht-formalen Bildungsaktivitäten" teilgenommen haben. Das sind organisierte Lernaktivitäten, die in einem institutionalisierten Rahmen stattfinden und nicht zur formalen Bildung (etwa Schule oder Universität) zählen. Dazu gehören beispielsweise Kurse, Seminare, Workshops, Vorträge, Schulungen am Arbeitsplatz und Privatunterricht. Auch AMS-Kurse fallen darunter.
Männer knapp voran, Frauen holen auf
Männer (46,2 Prozent) absolvieren etwas häufiger Weiterbildungen als Frauen (44,8 Prozent). Der Zuwachs bei den Frauen war gegenüber der Vorgängerstudie allerdings stärker (plus sieben Prozentpunkte gegenüber plus 4,4 Prozentpunkten bei den Männern).
Am stärksten war der Anstieg der Weiterbildungsteilnahme bei den 55- bis 64-Jährigen (von 25,2 auf 35,2 Prozent) und bei den 25- bis 34-Jährigen (von 40,2 auf 49,3 Prozent). In den mittleren Altersgruppen gab es nur leichte Zuwächse.
Zwei Drittel der Akademiker setzen auf Weiterbildung
Generell sinkt die Weiterbildungsaktivität mit dem Alter und steigt mit der höchsten abgeschlossenen Schulbildung. So bildeten sich 68,9 Prozent der Hochschulabsolventen weiter, aber nur knapp 53 Prozent der Maturanten und Absolventen einer berufsbildenden mittleren Schule. Bei Personen, die höchstens über einen Pflichtschulabschluss verfügen, betrug die Weiterbildungsquote lediglich 23,5 Prozent, bei Lehrabsolventen 39,5 Prozent.
Der Wohnort spielt für die Weiterbildungsbeteiligung entgegen früheren Erhebungen fast keine Rolle mehr: Regionen mit dichter (47,7 Prozent), mittlerer (46,5 Prozent) und dünner (44 Prozent) Besiedlungsdichte liegen fast gleichauf. Vor allem der städtische und ländliche Bereich haben zugelegt, während die mittelstark besiedelten Gebiete kaum Zuwächse aufweisen.










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