Weg vom Gas!

Auf Landstraßen nachts im Blindflug unterwegs

Österreich
24.11.2013 10:59
Immer noch unterschätzen viele Lenker das Sicherheitsrisiko auf unbeleuchteten Landstraßen in der Dunkelheit oder in der Dämmerung. Ein Fahrtechniktest im ÖAMTC-Zentrum in Teesdorf (NÖ) ergab, dass das Tempo in der Realität für das Fernlicht viel zu hoch ist. Fazit: Vor allem Fußgänger werden zu spät erkannt.

In einer Versuchsanordnung war klar zu erkennen, dass etwa ein schwarz gekleideter Fußgänger nach rund 60 Metern aus dem Lichtkegel der Autos verschwindet. Selbst ein heller Fußgänger ist nach rund 90 Metern nicht mehr sichtbar. "Einzig jener Passant, der Reflektoren angebracht hatte, war rechtzeitig auszumachen", erklärt ÖAMTC-Chefinstruktor Roland Frisch der "Krone".

Bei einem Tempo von 100 Kilometern pro Stunde legt das Auto aber pro Sekunde rund 28 Meter zurück. "Die Reaktionszeit eingerechnet würde man den dunklen Spaziergänger zu spät erkennen", warnt Frisch. Sein Tipp: Die Geschwindigkeit in der Dunkelheit auf Landstraßen reduzieren, sonst fährt man im Blindflug.

Auch Scheinwerfer von Motorrädern, die sich vor einem Auto oder Lkw befinden, sind für das Auge zunächst nicht auszumachen. Abhilfe schaffen hier Erkennungs- und Kamerasysteme, die in modernen Premiumautos verbaut sind.

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