Wieder mehr Einsätze

Marc Janko bei Trabzonspor auf dem Weg zurück

Sport
01.11.2013 10:30
ÖFB-Teamstürmer Marc Janko ist auf dem Weg zurück. Der Goalgetter hat bei seinem Klub Trabzonspor zuletzt mit einem Tor in der Europa League aufgezeigt. "Wunderdinge" dürfe man nach seiner schweren Muskelverletzung im Sommer noch keine erwarten. "Ich will mich aber weiter in die Mannschaft kämpfen", erklärte Janko, der sich schon auf das Länderspiel gegen die USA freut, im Gespräch.

Jankos Vertrag in der Türkei läuft bis Juni 2015, vergangene Woche stand er erstmals seit Februar in der Startformation. Der 30-Jährige bedankte sich mit einem Treffer beim 2:0 gegen Legia Warschau. Hatte er unter Vorgänger Tolunay Kafkas im Frühjahr nicht einmal mit der Mannschaft trainieren dürfen, so gibt ihm der neue Trabzon-Coach Mustafa Resit Akcay zumindest eine Chance.

"Ich hoffe, dass der Trainer zu seinen Worten steht", erklärte Janko. "Er sagt, er hält viel von mir und meinen Fähigkeiten. Durch meine Vorgeschichte bin ich aber ein bisschen vorsichtig. Ich versuche, nicht in Euphorie zu verfallen." Die Monate ohne Mannschaftstraining seien hart gewesen. "Ich bin plötzlich vom Mannschafts- zum Einzelsportler degradiert worden. Das ist auch eine psychische Belastung", erinnerte Janko.

Komplette Saisonvorbereitung versäumt
In dieser schwierigen Zeit habe er sich aber auch weiterentwickelt. "Ich habe viel über mich selbst gelernt, über meine Einstellung zum Beruf", meinte der Niederösterreicher. Nach dem WM-Quali-Heimspiel gegen Schweden im Juni hatte ihn ein Muskelbündelriss im Oberschenkel zurückgeworfen. Die Verletzung hatte ihn die Sommervorbereitung gekostet, erst im September kam er wieder zu ersten Kurzeinsätzen.

Seither haben sich die Spielminuten aber zusehends erhöht. "Man stellt realistische Anforderungen an mich, ich kann ja auch nicht über das Wasser laufen", erklärte Janko. "Ich kann keine Wunderdinge vollbringen von heute auf morgen. Ich war im Sommer schwer verletzt und habe die Vorbereitung nicht mitgemacht." Zudem fehlen ihm im Gegensatz zum Nationalteam die Automatismen mit den Mitspielern.

Janko will Tore für sich sprechen lassen
Dennoch will sich Janko auch in Trabzon bald einen Stammplatz erkämpft haben. "Ich hoffe, die Tore für mich sprechen lassen zu können." Warum er nach Monaten auf dem Abstellgleis plötzlich wieder eine Chance bekommen hat, darüber hat er sich wenig Gedanken gemacht. "Wichtig ist nur, dass ich wieder Spiele", betonte der Goalgetter. "Ich genieße es, wie ein normaler Spieler behandelt zu werden - nicht wie jemand, der sich etwas zuschulden hat kommen lassen."

Bei ÖFB-Teamchef Marcel Koller war Janko immer hoch im Kurs gestanden. Entsprechend groß ist die Freude über den Verbleib des Schweizers. "Er hat immer an mich geglaubt, das ist für einen Spieler wichtig", meinte der Angreifer. "Ich habe das Vertrauen auf dem Platz aber auch immer zurückgezahlt." Am 19. November im Test gegen die USA will er es wieder tun. "Die USA ist ein starker Gegner, aber wir wollen unsere Entwicklung mit einer guten Leistung untermauern", sagte Janko.

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(Bild: KMM)



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