Wissenschaftler um Erik Schlangen von der Technischen Universität im niederländischen Delft haben einen Flüsterasphalt entwickelt, der dank der Beifügung von ganz normaler Stahlwolle eine erstaunliche Eigenschaft hat: Entstandene Risse oder kleine Löcher können ganz einfach mit Induktionswärme "geheilt" werden.
Zeigen sich erste leichte Fahrbahnschäden, dann werden diese mit einer Induktionsmaschine (kleines Bild), die über die Straße fährt, repariert. Ihr Magnetfeld erwärmt die induktionsfähige Stahlwolle, wodurch sich der Asphalt in ihrer Umgebung erwärmt, flüssig wird und bei 85 Grad Celsius Mikrorisse verschließt. Auch kleine Steinchen, die sich sonst von der Fahrbahnoberfäche lösen würden, werden wieder fixiert.
Belag bereits auf Autobahn getestet
Dass das Konzept funktioniert, haben die Forscher bereits auf einer 400 Meter langen Teststrecke auf der Autobahn A58 nahe der Stadt Vlissingen bewiesen. Sie konnten zeigen, dass kleinere Schäden sofort nach dem Überfahren der betroffenen Stellen mit einer Induktionsmaschine verschwinden, und so verhindern, dass der Belag weiter aufbricht und größer Schäden wie etwa Schlaglöcher entstehen. Und: Diese Art von Reparatur lässt sich - wenn nötig - mehrmals wiederholen.
Einen Nachteil hat der Asphalt allerdings: Er ist um rund ein Viertel teurer als herkömmlicher Flüsterasphalt. Kosten, die sich laut Angaben der Forscher aber rasch amortisieren, wenn man den Straßenbelag alle vier Jahre mittels Induktion "heilt". Denn dann verdopple sich die Lebensdauer des Belags, "was natürlich viele Kosten spart", so Schlangen.













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