WM-Quali in Europa

Belgien bei der WM dabei, England zittert

Sport
12.10.2013 00:04
Nach zwölf Jahren Abstinenz kehrt die belgische Nationalmannschaft in Brasilien 2014 auf die WM-Bühne zurück. Angeführt vom Doppeltorschützen Romelu Lukaku qualifizierte sich Belgien am Freitag durch ein 2:1 gegen Kroatien in Zagreb zum zwölften Mal für eine WM-Endrunde. Die Großmacht England muss hingegen trotz eines 4:1-Sieges gegen Montenegro weiter um die direkte Qualifikation bangen.

Zuletzt waren die Belgier 2002 dabei gewesen, damals waren sie im Achtelfinale am späteren Weltmeister Brasilien gescheitert. In Zagreb avancierte nun Lukaku mit zwei Treffern (15., 38.) zum Matchwinner. Der Anschlusstreffer der Kroaten durch Niko Kranjcar war zu wenig (83.). Durch den Sieg weisen die "Roten Teufel" vor dem abschließenden Spiel gegen Wales am Dienstag 25 Punkte auf. Für den Gruppenzweiten Kroatien (17) bleibt nur die Hoffnung, über die Play-offs die vierte WM-Teilnahme zu schaffen.

In Wembley gelang England zwar ein 4:1 gegen Montenegro - dabei stand auch Rapids Branko Boskovic mit einem Eigentor im Mittelpunkt –, doch das reichte in Gruppe H noch nicht. Denn die Ukraine behielt gegen Polen mit 1:0 die Oberhand, liegt nur einen Punkt zurück (18) und reist zum Gruppenfinale nach San Marino, während England gegen Polen ran muss.

Spannung verspricht der Dienstag in Gruppe G: Bosnien hat nach einem souveränen 4:1-Pflichtsieg gegen Außenseiter Liechtenstein ebenso wie Griechenland durch ein 1:0 gegen die Slowakei 22 Punkte auf dem Konto. Bosnien ist aber wegen des deutlich besseren Torverhältnisses Tabellenführer und könnte mit einem Auswärtssieg in Litauen aus eigener Kraft die Qualifikation perfekt machen - es wäre der größte Erfolg der Verbandsgeschichte.

In Gruppe B ließ Bulgarien mit dem 1:2 in Armenien die große Chance auf eine erfolgreiche Qualifikation aus, ist aber weiter Zweiter. Auch Dänemark hat nach einem 2:2 gegen die qualifizierten Italiener noch Chancen auf das Play-off, ebenso dürfen noch Tschechien und Armenien auf Platz zwei hoffen.

Einen Rückschlag setzte es für Ungarn in Gruppe D. Niederlande-Goalgetter Robin van Persie schoss die Gäste in Amsterdam beim 8:1 mit einem Triplepack fast im Alleingang k. o. und überholte mit seinem 39., 40. und 41. Treffer auch Patrick Kluivert, der mit 40 Toren bisher niederländischer Team-Rekordhalter gewesen war. Ungarn hat nun zwei Punkte Rückstand auf die Türkei (2:0 in Estland) und Rumänien (4:0 in Andorra), die Oranjes waren bereits fix qualifiziert gewesen.

In Gruppe E verteidigte Island (16) mit einem 2:0 über Zypern Platz zwei vor Slowenien (15.) von Salzburg-Crack Kevin Kampl (bis 81.), das Norwegen (mit Kampls-Teamkollegen Valon Berisha auf der Bank) 3:0 besiegte und damit jegliche Quali-Chance nahm. Im Gegensatz dazu setzte sich die Schweiz dank der Treffer von Bayern-Profi Xherdan Shaqiri und Verteidiger Michael Lang in Albanien mit 2:1 durch und löste so früh wie noch nie ihr Ticket für die Endrunde.

Mit einem mühsam erkämpften 2:1-Sieg über Weißrussland sicherte sich Welt- und Europameister Spanien in Gruppe I die besten Karten im Zweikampf mit Frankreich um den Sieg. Der späte Gäste-Treffer durch Sergej Kornilenko (89.) änderte dank Xavi Hernandez (61.) und Alvaro Negredo (78.) nichts mehr daran, dass die Elf von Vicente del Bosque mit drei Punkten Vorsprung ins "Dienstags-Finale" geht. Dann treffen die Iberer zu Hause auf Georgien, Frankreich empfängt Finnland.

Portugal kam in Gruppe F zu Hause gegen Israel trotz eines deutlichen Chancenplus nicht über ein 1:1 hinaus und muss nun um die direkte Qualifikation zittern. Ricardo Costa (27.) brachte die Hausherren in Führung, Eden Ben Basat versetzte den Favoriten kurz vor dem Ende aber noch die Ohrfeige (85.). Tabellenführer Russland, der in Luxemburg souverän 4:0 siegte, baute den Vorsprung auf Ronaldo und Co. damit auf drei Punkte aus. Am Dienstag tritt die Sbornaja in Aserbaidschan an, Portugal empfängt Luxemburg.

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(Bild: KMM)



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