Oft tauchen sie als Devotionalien in der rechten Szene auf. Oder in längst vergessenen, verstaubten Kisten nach Todesfällen: NS-Objekte. Was tun mit Erinnerungsstücken aus dunklen Zeiten, die womöglich Familienmitglieder selbst erlebt haben? Behalten? Wegwerfen? Einem Museum übergeben? Eine Historikerin klärt über „fragwürdige“ Keller- und Dachbodenfunde auf.
Es passiert immer wieder, in den letzten Wochen im Rahmen von Hausdurchsuchungen in den NÖ-Bezirken Krems-Land und Scheibbs als auch im kärntnerischen Wolfsberg. Neben (illegalen) Waffen werden NS-Devotionalien sichergestellt. Einschlägige Symbole, Abzeichen, Dolche, Schmuck, Fahnen und diverse Schriftstücke tauchen auf. Obgleich stets die Unschuldsvermutung gilt, riecht es in solchen Fällen schnell nach Kriegs- bzw. Nazi-Verherrlichung, nach rechten Abgründen, nach tiefstem Morast.
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