Damit machte sich der 18-Jährige auch Stress: Der Medienhype um den "Killer mit dem Babyface" nahm beachtliche Ausmaße an. Am Donnerstagabend und am Freitagvormittag gab es für ihn einen Marathon vor TV-Kameras, Hörfunkmikrofonen und Reporter-Blöcken. Nie verzog er dabei die Miene, war immer freundlich und konkret: "Das gehört dazu."
Rapid ist stolz auf Schaub, aber auch besorgt
Wenn er morgens die Zeitungen aufschlug, sah er Bilder und Schlagzeilen über sich. Via Ö3 hörte er seinen Trainer, der ihm die Anlagen zum großen Durchbruch attestierte. Ihn freute, wie sein Jüngster nach nervösem Beginn in Schwung kam: Mit einfachem Spiel, wie Zoran Barisic es ihm geraten hatte. Rapid ist stolz auf Schaub, zugleich aber auch besorgt.
Keine Homestorys und Extra-Fototermine
Die Marschroute von Pressechef Peter Klinglmüller in Absprache mit dem Trainer und Sportchef Helmut Schulte: Interviews nach Spiel und Training, aber keine Homestorys, Extra-Fototermine und so weiter. Zum Schutz, weil es Substanz kostet. Aber auch die deutsche "Bild" hat ihn bereits entdeckt: Weil sein deutscher Vater Fred 1980 lange vor seiner Admira-Zeit Eintracht Frankfurt 1980 mit Bruno Pezzey zum UEFA-Cup-Sieg schoss.
Steffen Hofmann behauptete schon im vorigen Jahr: "Louis macht Karriere." Jetzt sagt er: "Er wird noch viel besser." Barisic, der gegen Schaubs Vater noch spielte, ist mit seinem Berater Rob Groener einig: "Louis kann alles einordnen, steht mit beiden Beinen auf dem Boden, muss aber noch viel arbeiten." Dafür nahm er schon viele Tangentenstaus auf den 30 Kilometern von daheim in Oeynhausen zum Training beim Happel-Stadion in Kauf. Schaub mit Grinsen: "Dafür spiel' ich bei Rapid."
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