Mio. € verschwunden

Partizan und Roter Stern im Visier der Polizei

Sport
15.08.2013 11:18
Belgrader Sonderermittler für organisierte Kriminalität haben laut serbischen Medienberichten zwei Fußball-Spitzenvereine und den Verband Serbiens ins Visier genommen. Bei Roter Stern und Partizan werden demnach nicht nur die Transfers, sondern auch alle Geldüberweisungen der vergangenen zehn Jahre untersucht. Die Ermittlungen im Fußballverband drehen sich um vermeintliche Machinationen bei dem einige Jahre zurückliegenden Bau eines "Fußballhauses" unweit Belgrads.

Die zwei führenden Klubs stehen unter dem Verdacht, rund 50 Millionen Euro aus Transfers verschwinden haben zu lassen, meldeten Medien. Laut der Tageszeitung "Blic" wurden von Ermittlern bisher 40 führende Mitarbeiter und Spieler von Roter Stern und zehn von Partizan einvernommen.

Die Ermittlungen werden dabei von jenem Team geführt, das auch für die Aufklärung von 24 der strittigsten Privatisierungen der vergangenen Jahre zuständig ist.

Vizepremier Aleksandar Vucic hatte vor einem Jahr die Bekämpfung der organisierten Kriminalität zu einer seiner vorrangigen Aufgaben erklärt. Bisher wurden zwar mehrere frühere Minister sowie der reichste Serbe, der Delta-Holding-Chef Miroslav Miskovic, festgenommen. Die Urteile stehen aber noch aus.

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