Auf die Spur der Verdächtigen war die Polizei durch eine Serie an Taschendiebstählen gekommen. So gingen die Ermittler einigen Anzeigen nach, wonach die vorerst unbekannten Täter ihre zumeist betagten Opfer in Bussen und Straßenbahnen im Raum Graz bestohlen hatten. Daraufhin wurde ein Verdächtiger observiert, von dem wiederum eine Spur zu vier weiteren Verdächtigen führte.
Zumindest 150 Diebstähle begangen
Günf mutmaßliche Diebe sitzen nun in Haft, sie wurden am Samstag in den frühen Morgenstunden in ihrer Grazer Unterkunft festgenommen. Die Männer dürften seit September 2012 zumindest 150 Taschen- und Trickdiebstähle begangen haben.
Die Höhe des verursachten Schadens ist noch unbekannt. Die Tätergruppe war - wie einige der Mitglieder in den Einvernahmen bereits zugaben - seit etwa zwei Jahrzehnten in unterschiedlicher Zusammensetzung in mehreren europäischen Staaten aktiv.
Geldbörsen nach Diebstahl an Haltestellen deponiert
Aufgrund von Geständnissen einzelner Verdächtiger geht die Polizei davon aus, dass weit mehr Straftaten von der Bande verübt wurden, als bisher bekannt war. Die Verdächtigen gaben in den Einvernahmen an, in öffentlichen Verkehrsmitteln gestohlene Geldbörsen - nachdem sie das Bargeld entnommen hatten - wieder an den Haltestellen abgelegt zu haben. Viele Opfer dürften dann ihre Brieftaschen wiedergefunden und deshalb keine Anzeige erstattet haben.
In anderen Fällen beobachteten die Täter ihre Opfer in Geldinstituten bei Behebungen, um sie anschließend auf der Straße oder in Geschäften zu bestehlen. Auch in diesen Fällen dürften viele Opfer keine Anzeige erstattet haben.
Gestohlenes Geld nach Rumänien überwiesen
Die gestohlenen Geldbeträge wurden an in Rumänien lebende Familienmitglieder überwiesen. Die Ermittlungen zur Ausforschung weiterer Bandenmitglieder, die sich laut Polizei vermutlich in anderen europäischen Ländern aufhalten, laufen. Die in Graz verhafteten Männer wurden in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.








Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.