13.07.2013 18:47 |

Wegen Hasstiraden

D: Politiker gehen juristisch gegen Rapper Bushido vor

Mit vollmundigen Hasstiraden hat der deutsche Rapper Bushido die Berliner Politik gegen sich aufgebracht. Stein des Anstoßes ist ein im Internet veröffentlichtes Musikvideo, in dem Bushido handfeste Drohungen gegen Grünen-Chefin Claudia Roth (Bild 2), Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit (Bild 3) und den FDP-Bundestagsabgeordneten Serkan Tören (Bild 4) loslässt. Mehrere Politiker forderten am Samstag juristische Konsequenzen, Wowereit und Tören kündigten bereits Strafanzeige an.

"Bushido hat die Grenzen des Rechts überschritten: Sein Song ist ein eindeutiger Aufruf zu Gewalt und Mord", sagte Grünen-Fraktionschefin Renate Künast der "Bild am Sonntag". Sie forderte die Staatsanwaltschaft zu Mordermittlungen auf. Der Grünen-Abgeordnete Omid Nouripour sprang den Geschmähten bei und lästerte über Bushido. "Wer als Musiker so wenig Talent hat, muss zu solchen fragwürdigen Mitteln greifen."

Rapper erhält nun Strafanzeigen
Berlins stellvertretender Senatssprecher Bernhard Schodrowski sagte am Samstag, Bürgermeister Wowereit werde am Montag Strafanzeige stellen. Auch der FDP-Abgeordnete Tören kündigte Strafanzeige an. FDP-Parlamentsgeschäftsführer Jörg van Essen erklärte, die gesamte Fraktion stehe hinter dem Abgeordneten Tören. "Wir stehen für die freie Entfaltung von Kunst und Kultur, aber hier ist jede Grenze überschritten", kritisierte van Essen.

In dem Musikvideo sagt Bushido den Satz: "Ich will, dass Seran Tören ins Gras beißt." An einer anderen Stelle heißt es: "Ich schieß auf Claudia Roth und sie kriegt Löcher wie ein Golfplatz." Außerdem rappt Bushido über Wowereit: "Du Schwuchtel wirst gefoltert."

Immer wieder provokante Äußerungen
Bushido bringt sich immer wieder durch provokante und als gewaltverherrlichend empfundene Äußerungen ins Gerede. Zuletzt sorgten Medienberichte über seine fragwürdigen Geschäftsbeziehungen für Aufsehen.

Positivere Schlagzeilen machte der Rapper, als ihn der Burda-Verlag im Jahr 2011 mit dem Integrations-Bambi ehrte. Grünen-Parlamentsgeschäftsführer Volker Beck forderte nun den Verlag dazu auf, Bushido den Bambi wieder wegzunehmen: "Wenn Burda den Integrations-Bambi nicht zurückzieht, ist dieser Preis nur noch für die Tonne gut."

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