Max Niemeyer musste Rasieren lernen für die Hauptrolle in „Sweeney Todd“. Das Musical über den „Barbier des Grauens von Fleet Street“ hat am Samstag, 15. Februar, im Linzer Musiktheater Premiere. Die „Krone“-plauderte mit dem Hauptdarsteller über die Vorbereitungen.
„Bei ihm brennt die Sicherung durch, er ist im Tunnel“, sagt Max Niemeyer. Der Sänger am Linzer Musiktheater spricht über „Sweeney Todd“, den Meister des Rasiermessers – und mörderischen Barbier.
Stephen Sondheim hat der dämonischen Figur, die einem Groschenroman im 19. Jahrhundert entspringt, ein Musical gewidmet. Es wurde von Tim Burton mit Jonny Depp in der Hauptrolle erfolgreich verfilmt.
Zwischen Horror und Komödie
Aber ab Samstag, 15. Februar, ist eine Neuinszenierung von Simon Eichenberger im Linzer Musiktheater zu sehen. Und Niemeyer zückt schon das Messer, denn er singt und spielt den „Barbier des Grauens“.
Workshop mit scharfer Klinge
Gibt es auch etwas, das man an einem Mörder wie Sweeney schätzt? „Ich mag an ihm, dass er sich in die Normalität zurückkämpfen will – aber Leichen pflastern halt seinen Weg.“ Keine leichte Rolle: „Ich habe mir Filme angesehen, viel gelesen, denn ich wollte verstehen, was ihn an diesen Punkt bringt.“
Und was bringt einen Menschen dazu, zum Serienmörder zu werden? „Bei ihm ist es Rache!“ Kurios: „Ich machte zur Vorbereitung auf meine Rolle einen Rasierworkshop. Ich muss ja wissen, wie man das Rasiermesser hält und wie der Ablauf der Bewegungen ist!“
Ein Musical als „Ritterschlag“
Niemeyer, der seit dem Vorjahr Mitglied des Musicalensembles ist, spielt mit Sweeney seine erste Hauptrolle in Linz. In den Jahren zuvor war er u. a. in „Rebecca“ in Wien oder in „Tanz der Vampire“ in Stuttgart zu sehen.
Was verlangt Komponist Sondheim von den Sängern? „Man muss viel zählen, das Orchester hat oft einen ganz anderen Rhythmus als die Sänger – ,Sweeney Todd‘ ist sicher ein Ritterschlag im Musical!“
Neben Niemeyer stehen u. a. Daniela Dett (Mrs. Lovett), Christian Fröhlich (Anthony), Gernot Romic (Pirelli) auf der Bühne.
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