02.07.2013 11:29 |

Kfz-Steuerdelikt

Wieder Wirbel um Arnautovic: Muss er vor Gericht?

Wieder Wirbel um Marko Arnautovic: Wie mehrere Medien berichteten, muss sich der ÖFB-Teamstürmer wegen des Verdachts auf Kfz-Steuerhinterziehung vor einem Münchner Gericht verantworten. Sein Bremer Anwalt Udo Würtz dementierte jedoch die Zeitungsberichte: "Es ist nicht einmal klar, ob es überhaupt einen Gerichtstermin gibt."

Arnautovic wurde im Oktober 2012 in München von der Polizei angehalten. Bei der Kontrolle seines Porsches fiel das Wiener Kennzeichen auf. Da der 24-Jährige seinen Wohnsitz in Bremen hat, wurden die Beamten aufmerksam. Die Finanzbehörden sollen eine Steuernachzahlung in der Höhe von 765 Euro für das Luxusauto gefordert haben. Da Arnautovic dem nicht nachkommen wollte, soll sich die Strafe auf 120.000 Euro, also 30 Tagsätze zu je 4.000 Euro, vergrößert haben.

Anwalt bestätigt Strafbefehl
Sein Anwalt Würtz bestätigte den Strafbefehl der Behörden. Dieser sei mit einem angenommenen Jahreseinkommen von 1,4 Millionen Euro netto jedoch "völlig überdreht". Demnach müsste Arnautovic bei Werder Bremen über zwei Millionen Euro brutto verdienen. Und wie Würtz vermerkte, sei der Porsche ohnedies auf die in Wien lebende Mutter des österreichischen Stürmers zugelassen, womit sich der Sachverhalt der Steuerhinterziehung gar nicht ergebe.

Der Akt liegt nun bei Gericht, wobei laut Würtz vorerst nicht einmal geklärt sei, ob die Behörde in München in diesem Fall überhaupt zuständig sei, da Arnautovic in Bremen gemeldet ist. Für den Bremer Anwalt ist deshalb klar: "Marko Arnautovic hat ein schlechtes Image. Diese Sache wird einfach hochgebauscht."

Unter Neo-Trainer Dutt auf dem Prüfstand
Für den noch urlaubenden Wiener sind die Berichte jedenfalls erneut unangenehm. Arnautovic steht unter dem neuen Werder-Trainer Robin Dutt auf dem Prüfstand. Nach seiner nächtlichen Autobahn-Raserei in der Schlussphase der abgelaufenen Saison wurde der Stürmer ebenso wie sein Teamkollege Eljero Elia vom Klub bis Saisonende suspendiert. Die beiden Profis sollen unter Dutt nun eine neue Bewährungsprobe erhalten.

In den Medien werden Dispute von Arnautovic mit der Polizei seit längerem ausgeschlachtet. Erst Mitte Mai hatte die "Bild" von Ermittlungen der Behörden in zwei länger zurückliegenden Vorfällen berichtet. Demnach fiel der ÖFB-Internationale im Oktober 2011 durch schnelles und aggressives Fahren auf, woraufhin er von zwei Polizistinnen gestoppt wurde. Danach soll er abfällige Äußerungen von sich gegeben und die Beamtinnen geduzt haben.

Ähnliches dürfte sich im März dieses Jahres abgespielt haben. Im Zuge einer Verkehrskontrolle soll Arnautovic gegenüber den Beamten aggressiv aufgetreten sein. Auch in Wien beleidigte er im Juni 2012 einen Beamten ("Ich verdiene so viel, ich kann dein Leben kaufen"), der ihn bei einer Verkehrskontrolle angehalten hatte. Der "Bad Boy" entschuldigte sich danach für sein Verhalten.

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