Auf der einen Seite wird der Rotstift beim Personal angesetzt. Entweder es kommt ein neuer Kollektivvertrag, oder jeder dritte Job bzw. 1.000 Stellen sollen in billige Tochtergesellschaften ausgelagert werden.
Der größere Posten betrifft freilich das Programm. Dem Sparzwang zum Opfer fallen könnte der eigenproduzierte Mittwochabend. Auch Erfolgssendungen sollen gestrichen werden. Wie man hört, sind weniger "Kaiser"- und "Musikantenstadl"-Folgen im Gespräch. Zudem wird das Kinderprogramm reduziert. Und "Frisch gekocht" mit Andi & Alex muss billiger werden.
Aufregung um "Partymillionär" Wrabetz
Wie das TV-Publikum auf den drohenden ORF-Kahlschlag in Sachen Programm reagiert, bleibt abzuwarten. Die Wogen bei den Mitarbeitern gehen jedenfalls hoch. Auch aufgrund der Puls-4-Reportage "Die Partymillionäre". Im Privatfernsehen zu sehen ist nämlich General Wrabetz - ausgestattet mit einer goldenen VIP-Karte - im Gespräch mit einem Wiener FPÖ-Gemeinderat.
Auf dem Tisch der Disco-Runde steht eine Wodkaflasche. Pikant sind in diesem Zusammenhang die von Wrabetz heuer eingeführten strengen "Benimmregeln". Demnach ist die Teilnahme an Veranstaltungen vorab zu genehmigen. Während ORF-Sprecher Martin Biedermann Vorwürfe zurückweist, kontert ein Betriebsrat: "Die Mitarbeiter zittern um ihren Job, und der Chef gibt in einem zweifelhaften Umfeld den Partytiger."
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