Große Herausforderung

In der Märchenstadt wird es für Feldhofer brutal

Steiermark
30.12.2024 20:00

Erst am 10. Dezember übernahm Ferdinand Feldhofer das Traineramt bei Cercle Brügge. Der Oststeirer soll den belgischen Erstligisten zum Klassenerhalt führen. Der Anfang ist geglückt: Unter dem ehemaligen Sturm-Profi ist man seit fünf Spielen ungeschlagen. Feldhofer über den Abstiegskampf und die Arbeit für den AS Monaco.  

Unverhofft kommt oft! Eigentlich war Ferdl Feldhofer schon mitten in den Planungen für die neue Saison bei Dinamo Tiflis, als plötzlich das Angebot von Cercle Brügge hereinschneite. Ein Verein aus einer Top-7-Liga, da musste der Steirer nicht lange überlegen. „Alles ist sehr schnell gegangen. Ich habe ja schon viel gewusst vom Klub, da wir schon vor ein paar Jahren in Kontakt waren. Cercle hat meine Arbeit in den letzten Jahren weiter verfolgt. Mich hat das Gesamtpaket und die Philosophie gereizt. Sprich: Ein hochintensives Spiel in beide Richtungen“, erklärt der 45-Jährige, der am letzten Freitag noch eine Meisterschaftspartie zu bestreiten hatte. Jetzt gibt es einen kurzen Boxenstopp bei der Familie in Graz, am Freitag hebt Feldhofer wieder nach Belgien ab, wo am 12. Jänner bereits die Liga weitergeht. 

Vor der Feldhofer-Ära traf Cercle in der Conference Leafue auf den LASK – man trennte sich mit einem 0:0.  (Bild: GEPA)
Vor der Feldhofer-Ära traf Cercle in der Conference Leafue auf den LASK – man trennte sich mit einem 0:0. 

Während der Klub in der Conference League sensationell den Aufstieg ins Achtelfinale schaffte, steckt man in der Liga im Abstiegssumpf: Nur Platz 13 von insgesamt 16 Klubs. Unter Feldhofer läuft das Werkl aber wieder besser: Der Steirer ist noch ungeschlagen, dreimal in der Meisterschaft, zweimal im Europacup. „Zum Glück haben wir zuletzt Punkte gesammelt, die brauchen wir dringend. Zehn Runden haben wir noch, dann kommt der Cut. Die letzten vier Teams spielen in einem Playoff den Absteiger aus. Das wollen wir vermeiden, es wird brutal, aber das habe ich gewusst. Es ist eine große Herausforderung, eine Mannschaft während der Meisterschaft zu übernehmen“, sagt die Sturm-Legende, die aber rundum happy ist. „Ich bin dankbar für diese Chance, die Stadt hat mich sowieso verzaubert, sie hat etwas Märchenhaftes, ist wunderschön und nur 20 Minuten vom Meer entfernt.“

In der  Conference League steht Ferdl Feldhofer mit Brügge sensationell im Achtelfinale.  (Bild: AFP)
In der  Conference League steht Ferdl Feldhofer mit Brügge sensationell im Achtelfinale. 

2017 hat der AS Monaco Cercle gekauft. Seither verleiht der Klub von Adi Hütter Rohdiamanten nach Brügge, um Spielpraxis zu sammeln. Diese Saison hat Feldhofer Jungstar Paris Brunner und Malamine Efekele unter seinen Fittichen. Anderthalb Jahre läuft sein Vertrag, sofern der Klassenerhalt gelingt.

„Alles ist gut strukturiert, das Trainingszentrum liegt gleich neben dem Stadion, das wir uns mit dem Stadtrivalen teilen.“ Mit dem belgischen Meister Club Brügge machte Sturm ja in der Champions League Bekanntschaft: Die Belgier gewannen im Oktober mit 1:0 gegen die Schwarzen.

Jetzt versucht Feldhofer bei seiner Familie ein bisschen abzuschalten, ehe der Abstiegskampf weitergeht. Mit der jüngsten Mannschaft der Liga (Schnitt 23,1 Jahren) noch dazu.

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