"Wie ein Leibeigener"

Aussortierter Janko bei Trabzonspor todunglücklich

Sport
29.05.2013 09:37
Marc Janko hat sich am Dienstag auf Sky den Frust über sein Legionärsdasein von der Seele geredet. Der von seinem Klub Trabzonspor ausgebootete ÖFB-Teamstürmer ist in der Türkei todunglücklich und sagte in einem Interview mit dem TV-Sender: "Das ist sehr unangenehm. Ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen. Ich habe sehr gut trainiert, nach zwei Spielen unter dem neuen Trainer wurde ich aber komplett rasiert. Ich muss derzeit erfahren, dass ich praktisch Leibeigener des Vereins bin. Das habe ich nicht verdient."

Trabzonspor habe die Demontage - Janko steht seit drei Monaten nicht mehr im Kader - zudem nur "sehr schwammig" begründet. Der Niederösterreicher kann die Situation eigenen Angaben zufolge nicht nachvollziehen. Zu Sky sagte er: "Sie erklärten mir, dass sie mit mir nicht zufrieden sind, aber wenn man etwas verkaufen will, stellt man es in die Auslage und vergräbt es nicht im Keller."

Janko trainierte zuletzt - ähnlich wie der bei Werder Bremen suspendierte ÖFB-Teamkollege Marko Arnautovic - nicht mit der Mannschaft, sondern absolvierte "unangenehme Einzeltrainings". So habe er sich auch auf das Schweden-Match "wie auf ein Großereignis" vorbereitet. "Mal sehen, was dabei herauskommt", meinte Janko, der mit seinem Klub bald "reinen Tisch machen will".

Zukunft völlig offen
Zu einem möglichen Vereinswechsel wollte der Stürmer nichts Konkretes sagen: "Zuerst müssen wir die Situation mit Trabzonspor klären, und dann müssen wir einen Verein finden, bei dem das Gesamtpaket passt. Dann kann ich wieder angreifen. Momentan ist das zu weit weg, und es gibt in meiner Situation noch zu viele Fragezeichen." Prinzipiell wäre er auch offen für eine Rückkehr nach Österreich.

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