Der frühere Dritte Nationalratspräsident Gerulf Stix ist am Donnerstag im Alter von 89 Jahren gestorben. Das teilte Tirols FPÖ-Chef Markus Abwerzger mit. Stix war von 1983 bis 1990 Dritter Präsident des Nationalrats und zuvor mehr als 18 Jahre lang Nationalratsabgeordneter.
Der Tiroler FPÖ-Landespartei stand er von 1973 bis 1985 vor. Stix wurde in Wien geboren, maturierte in Innsbruck und studierte Volkswirtschaft. Zudem war er als Wirtschaftsberater tätig und zu seinen politischen Hochzeiten auch Bundesparteiobmann-Stellvertreter. Am 28. Jänner wäre er 90 Jahre alt geworden.
„Der Tod von Gerulf Stix ist ein großer Verlust. Er war ein sehr aktiver Ehrenobmann. Wir standen in sehr gutem Kontakt, er war mir immer ein wichtiger Ratgeber“, sagte Abwerzger. Auch andere Politikerinnen und Politiker zeigten sich betroffen. „Stix war ein freiheitliches Urgestein, er war Demokrat und Patriot im besten Sinn (...). Er war überdies ein Gegner der Atomkraft – diese Haltung ist mittlerweile ein unverrückbarer Konsens in der österreichischen Parteienlandschaft“, sagte Nationalratspräsident Walter Rosenkranz (FPÖ).
„Egal in welcher politischen Position,Gerulf Stix füllte sie immer mit größtem Engagement aus und war auch in vielen Bereichen ein großer freiheitlicher Vordenker und Visionär. Ihm ist es wesentlich zu verdanken, dass die FPÖ bereits in den 1960er- und 1970er-Jahren unter dem Motto ‘Umweltschutz ist Heimatschutz‘ zur ersten ‘Umweltpartei‘ in Österreich wurde“, meinte auch FPÖ-Chef Herbert Kickl.
Die Dritte Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) teilte in einer Aussendung mit, dass Stix „aufgrund seines Amtsverständnisses über Parteigrenzen hinweg geachtet“ worden sei. Ihre Anteilnahme gelte seiner Familie.
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