Was für eine verrückte Achterbahnfahrt der Gefühle für ÖFB-Legionär Dejan Ljubicic! Erst hatte der Österreicher mit einem irren Fehlschuss für Fassungslosigkeit bei den Kölner Fans gesorgt, wenig später avancierte der Mittelfeldmann beim Achtelfinal-Krimi gegen Hertha BSC doch noch zum großen Helden.
Die von Gerhard Struber betreuten „Geißböcke“ setzten sich am Mittwochabend im DFB-Pokal daheim gegen Zweitliga-Konkurrent Hertha BSC mit 2:1 nach Verlängerung durch. In der 100. Minute hatte Ljubicic bereits die ganz große Chance, das Spiel zu entscheiden. Nach einer Hereingabe landete der Ball beim ÖFB-Kicker, der aus abseitsverdächtiger Position eigentlich nur noch den Fuß hinhalten musste. Doch Ljubicic verstolperte die Mega-Chance.
Davon ließ er sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. In der 121. Minute hatte Ljubicic dann seinen großen Auftritt und behielt bei einem Strafstoß, der übrigens von Florian Kainz herausgeholt worden war, die Nerven. Riesengroße Erleichterung beim 27-Jährigen.
Lob von Struber
Es sei „sehr überraschend gewesen, dass er den Ball nicht über die Linie bugsiert hat, wie man es von ihm gewohnt ist“, staunte auch Köln-Coach Gerhard Struber nach der Partie über die vergebene Riesenchance.
Jedoch zeige es, „wie reif er ist, nicht die Verantwortung wegzuschieben“, lobte Struber Elfmeter-Matchwinner Ljubicic. „Da sieht man, wie wichtig dieser Spieler für uns und unsere Erfolge ist!“


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