01.05.2013 15:00 |

Anarcho-Komödie

Achtung, bissig: Am Müggelsee sind die Killer-Haie los!

Am beschaulichen Müggelsee in Friedrichshagen bei Berlin ist die Welt noch in Ordnung. Bis eines Tages Hai-Alarm ausgerufen wird. Zehn Jahre nach der erfolgreichen Zusammenarbeit zu "Herr Lehmann", mit dem Regisseur Leander Haußmann den ersten Teil von Sven Regeners Roman-Trilogie verfilmte, wagen sich die beiden Herren gemeinsam hinter und vor die Kamera. Das Ergebnis: die Anarcho-Komödie "Hai-Alarm am Müggelsee" (Kinostart: 3. Mai) als Meisterwerk des "neuen deutschen Alarm-Films".

Ratlose Gesichter im Friedrichshagener Rathaus: Der Bademeister (Michael Gwisdek) ist mit abgebissener Hand aus dem Müggelsee zurückgekommen, die Touristen anlockende Strandbad-Idylle ist gefährdet. Mit Freibier will man die Friedrichshagener vom Baden abhalten, doch auch das ist mal aus. Bald muss die Städtemarketing-Beauftragte (Anna-Maria Hirsch) mit Plan C anrücken, denn der frisch aus Hawaii am Müggelsee gestrandete Hai-Jäger Snake Müller (Uwe Dag Berlin) erkennt sofort: Da ist ein Hai im See.

Der Bürgermeister (Henry Hübchen) beordert erst mal einen Arbeitskreis an - und ruft den Hai-Alarm aus. Damit die Touristen nicht ausbleiben, wird kurzerhand das jährliche Bölschefest 17 Tage hintereinander abgehalten. Sogar Punks aus Berlin-Kreuzberg kommen, um sich den Hai-Alarm mal anzusehen. Doch jede Party ist irgendwann vorbei und unter den Friedrichshagenern wächst die Wut. Die Verantwortlichen müssen da wohlbehalten raus - und ein Kräfteringen zwischen Intrigen, Neid und Machthunger beginnt.

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Was ist denn das, so fragt sich auch der baffe Kinobesucher, um sich dann doch dem kauzigen Konzept des Regie-Duos Leander Haußmann und Sven Regener schmunzelnd zu ergeben. Dass der kuriose Unsinn wie ein schräger Mix aus Helge-Schneider-Spaß, 70er-Jahre-"Klimbim" und Achternbusch-Komik daherkommt, bewährt sich auf weiten Strecken. Statt des Monsters rücken jede Menge schrullige Figuren ins Nonsens-Blickfeld, wobei Michael Gwisdek und Henry Hübchen dem besonders schwarzen Humor völlig uneitel frönen. Nicht zuletzt ist diese Anarchokomödie ein kurioser Seitenhieb auf die fast schon ländliche Kommunaldynamik! Das Böse ist immer und überall!

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