Medical impuls Teams

Kärntner Ärzte operieren und helfen in Afrika

Kärnten
18.11.2024 05:55

Ein engagiertes Ärzte-Team macht es sich zur Aufgabe, in Nigeria die chirurgische Versorgung vor allem bei Kindern und Frauen zu unterstützen.

„Es sind Umstände, die man so bei uns nicht kennt“, sagt der Kärntner Gynäkologe Max Lanner, Mitglied des österreichischen „Medical impuls Teams“, das gemeinnützige Projekte in Ländern mit eingeschränkter medizinischer Infrastruktur unterstützt.

So trat auch heuer ein Team – hauptsächlich aus Kärnten – die Reise nach Nigeria an. „Wir nahmen insgesamt 16 Koffer mit gespendeten Hilfsgütern mit, um sie dem St. Mary’s Children and Community Hospital zu übergeben“, berichten die Ärzte Christoph Arneitz, Simone Senica, Max Lanner, Julia Lanner, Nina Kribitz und Teresa Angerer stolz. Auch die Medizintechniker Christoph Göttlicher und Silvia Hackl waren bei der Afrika-Mission dabei.

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Es ist erstaunlich, mit wie wenig Möglichkeiten die Menschen in Armutsländern versuchen, Medizin zu betreiben.

Gynäkologe Maximilian Lanner

67 Operationen am Plan
Insgesamt 67 Operationen standen am Plan. Lanner: „Der Schwerpunkt lag auf der chirurgischen Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Frauen sowie dem Ausbau der Dialyse-Abteilung.“ So konnten 21 Kinder und 22 Frauen behandelt werden. Zehn Patienten haben operative Dialysezugänge (Permkatheter) erhalten, um damit eine schmerzfreie Dialyse zu gewährleisten. „Die Zusammenarbeit mit dem Leiter der Anästhesie des Krankenhauses und seinem Team war geprägt von gegenseitigem Respekt und der Bereitschaft voneinander zu lernen“, zeigen sich die Kärntner Ärzte dankbar.

Doch nicht alles verlief reibungslos
 „Da die Narkosemaschine vor Ort nicht mehr funktionierte, wurde kurzfristig ein mobiles Beatmungsgerät organisiert, um auch Eingriffe in Vollnarkose sicher durchführen zu können“, schildert Lanner.

Auch die Kärntner Gynäkologen Max und Julia Lanner halfen.
Auch die Kärntner Gynäkologen Max und Julia Lanner halfen.(Bild: zvg)
(Bild: zvg)
(Bild: zvg)

Für die Ärzte war diese Mission jedenfalls mehr als prägend. „Es war wahnsinnig berührend aber auch schockierend zugleich. Einerseits sieht man, wie arm die Leute sind, andererseits ist es spannend, mit wie wenig Möglichkeiten die Leute dort versuchen, Medizin zu betreiben“, zieht Lanner emotional Bilanz.

Auch im nächsten Jahr will das Team die Reise in ein Armutsland antreten und helfen.

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