In Kärnten gibt es eine Tennis-Dauerkrise! Seit Stefan Koubek, der 2000 in der Weltrangliste auf Platz 20 rangierte, herrscht gähnende Leere. Lediglich zwei Nachzügler sind in der Weltrangliste zu finden. Der neue Vorstand des Kärntner Tennisverbandes forciert die Jugendarbeit. . .
Österreich sucht Dominic Thiems Nachfolger! Aus Kärnten wird dieser in naher Zukunft wohl nicht kommen. Denn seit Stefan Koubek – 2000 war der heute 47-Jährige auf Platz 20 der ATP-Rangliste – herrscht nahezu gähnende Leere.
„In Kärnten drängt sich niemand auf“
Klagenfurts Evergreen Patrick Ofner (kam am Mittwoch bei den Staatsmeisterschaften in Bad Waltersdorf ins Viertelfinale) hatte in der Jugend Ambitionen. Bei der „Orange Bowl“ 2011 stand er sogar Thiem gegenüber, verlor klar. „Mir hat das gewisse Etwas zu den Top-Spielern gefehlt – daher hab ich mich gegen eine Profi-Karriere entschieden“, sagt Ofner, der auch meint: „Ein Talent international herauszubringen ist nicht die Aufgabe eines Verbandes, da braucht’s Eigeninitiative – in Kärnten drängt sich derzeit niemand auf.“
Nur eine Kärntnerin bei den Staatsmeisterschaften
In der ATP-Rangliste scheinen lediglich der Villacher Tobias Smoliner (Rang 1689) sowie der Pörtschacher Jonas Trinker (1105) auf. Während in Osttirol heuer mit Lilli Tagger (mit 16 Jahren in den Top-1000!) ein Stern aufging, sieht’s in Kärnten düster aus. Elena Karner fiel schon im Vorjahr raus. Bei den Staatsmeisterschaften war nur Nina Plihal vertreten – aber sie schied am Mittwoch im Achtelfinale direkt aus.
Jugend wird forciert
Stefan Koubek ging bereits im Alter von 15 Jahren von Kärnten in die Südstadt: „Bis 14 kannst du dich überall beweisen, dann musst du den Absprung in eine Akademie schaffen, wo du gute Konkurrenz hast – anders wird’s schwer!“ Im vergangenen Sommer beteiligte er sich an einer Initiative des Kärntner Verbandes, die Jugend zu forcieren. „Wir setzen bei den Kids ab der U8 an – da wird man Ergebnisse erst in ein paar Jahren sehen“, betont Martin Thaler, seit einem Jahr Vizepräsident im neuen KTV-Vorstand. In den letzten Jahren wurde in der Jugendarbeit vieles versäumt, nun soll ein Aufschwung her. Thaler: „Um Großprojekte zu verwirklichen, fehlt leider das Geld. Aber wir wollen, dass Klubs, Trainer und Spieler mehr zusammenarbeiten – im Winter bieten wir vermehrt Kadertrainings an.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.