Die Renaturierung der Mur geht im Lungau in die nächste Runde. Nach einem fertigen Projekt in St. Michael fuhren jetzt auch in Ramingstein die Bagger auf und in Tamsweg laufen erste Gespräche.
Natur pur an der Mur: So ist vorerst der Kurs im Lungau. Naturschützer und Energiewirtschaft ringen bekanntlich um jeden Flusskilometer. Pläne für ein mögliches Murkraftwerk wurden vor Jahren wieder versenkt.
Zwei zusätzliche Landzungen entstehen
Nachdem vor drei Jahren in St. Michael neue Murinseln entstanden waren, will man jetzt in Ramingstein Naturraum zurückgewinnen. Die Bagger sind bereits aufgefahren. Auf einer Fläche von rund einem Hektar soll der Fluss wieder natürlicher fließen. „Es entstehen in der Mitte zwei neue Murinseln und damit zwei Landzungen“, informiert Bürgermeister Leonhard Kocher (ÖVP). Die Mur bekommt damit auch für den Hochwasserfall mehr Raum.
Ob damit ein Murkraftwerk im Lungau völlig vom Tisch ist, will der Bürgermeister nicht im Detail beurteilen. „Ich bin kein Gewässerökologe. Aber es gibt mit mir dazu jedenfalls keine aktuellen Gespräche.“ Das Hauptaugenmerk liegt jetzt auf Schutz im Hochwasserfall, denn in der 94 Quadratkilometer großen Gemeinde münden auch mehrere kleinere Zubringer aus Gräben in die Mur ein. Zuletzt richtete Starkregen auch in Ramingstein vermehrt Schäden an. 2022 stürzte ein Feuerwehrauto ab.
Investiert wird in das Projekt rund eine Million Euro. Einige Flusskilometer früher, in Tamsweg, will man an der Mur auch naturnahe Wege gehen. Es laufen bereits Gespräche, wie Bürgermeister Wolfgang Pfeifenberger (ÖVP) bestätigt.
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