China schickt für seine Weltraum-Forschung eine neue Mannschaft zur Raumstation „Tiangong“ (Himmelspalast). Ein dreiköpfiges Team soll während seines rund sechsmonatigen Aufenthalts Experimente durchführen, Weltraumspaziergänge unternehmen, und Schutzvorrichtungen gegen Weltraumschrott anbringen.
Kommandant Cai Xuzhe, die Ingenieurin Wang Haoze und der frühere Luftwaffenpilot Song Lingdong sollen mit der „Shenzhou 19“ (Magisches Schiff) am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) vom Weltraumbahnhof Jiuquan in der nordwestlich gelegenen Wüste Gobi abheben, sagte ein Sprecher der Behörde für bemannte Raumfahrt.
Erneut auch Frau bei Mission dabei
Wang Haoze ist die dritte Frau, die für die Volksrepublik ins Weltall fliegt. Derzeit ist sie laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua Chinas einzige Raumfahrtingenieurin. Liu Yang und Wang Yaping waren bereits Teil der Crew früherer „Shenzhou“-Missionen und flogen zuletzt 2022 ins All.
Die Besatzung der „Shenzhou-19“ löst die seit Ende April auf der „Tiangong“ lebenden Astronauten der „Shenzhou 18“-Mission ab. Die drei Männer sollen am 4. November wieder auf der Erde ankommen. Wie die Raumfahrtbehörde weiter mitteilte, plant China für das kommende Jahr zwei weitere „Shenzhou“-Einsätze und die Versorgungsmission „Tianzhou 9“.
Bemannter Mondflug bis 2030 geplant
Peking investiert schon lange viel in sein Raumfahrtprogramm. Bis 2030 will China eine bemannte Mondmission vollbracht haben. In diesem Jahr gelang es den Wissenschaftlern außerdem erstmals in der Menschheitsgeschichte, Bodenproben von der schwer zu erreichenden Rückseite des Mondes zur Erde zu transportieren.
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