Großeinsatz beendet

Lawine am Stubaier Gletscher: Acht Opfer geborgen

Tirol
27.11.2025 12:44

Am Stubaier Gletscher in Tirol hat sich am Donnerstagvormittag ein Lawinenunglück ereignet. Wie die Stubaier Gletscherbahnen nun bekannt gaben, wurden insgesamt acht Personen geborgen – drei davon leicht verletzt. Der riesige Rettungseinsatz ist beendet.

Das Unglück hat sich laut Reinhard Klier, dem Chef der Stubaier Gletscherbahn, im freien Skiraum im Bereich der Daunscharte (3155 m) ereignet – gegen 9.30 Uhr. „Nach derzeitigem Kenntnisstand wurde die Lawine durch Variantenfahrer ausgelöst. Die Schneemassen erreichten in Teilen auch den unteren Abschnitt der Piste 9, der in Folge gesperrt wurde“, so Klier. Die Lawine hatte riesige Ausmaße.

Das Unglück ereignete sich im Bereich der Daunscharte, das Gelände wurde von Rettungskräften ...
Das Unglück ereignete sich im Bereich der Daunscharte, das Gelände wurde von Rettungskräften abgesucht.(Bild: ZOOM Tirol)
(Bild: Webcam Stubaier Gletscher)
(Bild: FF Neustift)

Teilverschüttete befreit
Bei einigen Variantenfahrern wurden ausgelöste Lawinenairbags beobachtet. Entgegen ersten Meldungen gab es keine total Verschütteten, sondern acht Teilverschüttete – fünf Männer und drei Frauen. Laut Bergbahn handelt es sich um fünf deutsche, zwei bulgarische und einen österreichischen Variantenfahrer. Drei erlitten leichte Verletzungen, zwei davon hat man ins Krankenhaus Hall geflogen. Sechs von ihnen konnten sich laut Polizei selbst befreien, zwei wurden von Kameraden gerettet.

Zitat Icon

Nach derzeitigem Kenntnisstand wurde die Lawine durch Variantenfahrer ausgelöst.

Reinhard Klier, Stubaier Gletscherbahnen

Hunderte Einsatzkräfte gaben alles
Die Heerschar an Einsatzkräften suchte nach dem Pistenabschnitt dann weiter den Bereich der Lawine im freien Skiraum nach möglichen Verschütteten ab. Zum Zeitpunkt des Unglücks fuhren mehrere Gruppen von Wintersportlern im Hang unter der Daunscharte.

Laut der Gletscherbahn waren neben der Bergrettung Neustift, Vorderes Stubaital und Sölden auch fünf Lawinenhunde der Bergrettung, die Alpinpolizei, rund 100 zivile Helfer, zwei Notarzthubschrauber, die Libelle Tirol sowie Mitarbeiter der Stubaier Gletscherbahnen im Einsatz. Dazu kamen rund 60 tschechische und polnische Bergretter sowie die deutsche Bundeswehr mit rund 90 Personen. Die Deutschen, Tschechen und Polen waren zufällig vor Ort.

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