Wenn das Wetter die Gesundheit beeinflusst: Eine neue Studie der Gemelli-Klinik belegt den Zusammenhang von Wetterdaten und Migräneattacken. ORF-Meteorologin Christa Kummer ist von Wetterfühligkeit betroffen und geht der Sache wissenschaftlich auf den Grund.
Einen Tag kalt und nass, dicker Nebel und am nächsten wieder warm und föhnig. Herbstliche Wetterwechsel machen vielen zu schaffen. Wenn das Wetter umschlägt, spüren es viele oft schon Tage vorher in ihrem Körper. Statistisch betrachtet ist jeder Dritte „wetterfühlig“ und davon mehr Frauen als Männer. Ältere mehr als jüngere. Betroffene leiden durch den Wetterwechsel häufiger an Migräne, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen oder Gelenkschmerzen. Wetterfühligkeit ist keine Krankheit, fühlt sich jedoch danach an.
Sie ist auch keine Einbildung. Eine neue Studie aus Rom belegte den Zusammenhang von Wetterdaten mit Migräneattacken. Forscher des Gemelli-Krankenhauses sammelten Daten von Patienten, die mit schweren Symptomen in die Notaufnahme kamen, und fanden heraus, dass die Anzahl der Aufnahmen in der Notaufnahme direkt mit dem Temperaturanstieg im Vergleich zum Vortag korrelierte. Die Forscher stellten die Hypothese auf, dass jede Variation der Wetterparameter die Erregbarkeit des Trigeminusnervs (dieser Hirnnerv leitet Sinnesinformationen vom Gesicht zum Gehirn) beeinträchtigt und so den Ausbruch von Anfällen erleichtern könnte.
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