Nach dem Rückgang der Wassermassen in vielen Teilen Niederösterreichs treten gewaltige Müllberge zu Tage. Umweltverbandspräsident Anton Kasser appelliert, nicht akut wegzuwerfenden Sperrmüll später zu entsorgen. Indes die nächste Hiobsbotschaft: Die Müllverbrennung Dürnrohr ist ausgefallen!
Das Tullnerfeld ist geflutet. Mitten drin auch das dort befindliche EVN-Kraftwerk Dürnrohr, worin sich Technikräume der Müllverbrennungsanlage befinden. „Sogar die Photovoltaik-Panele waren zur Gänze vom Hochwasser bedeckt. Bevor die Massen kamen, haben wir die Müllverbrennung kontrolliert heruntergefahren, um Schäden so gut es geht zu vermeiden“, sagt EVN-Sprecher Stefan Zach.
Dauer des Ausfalls ist noch unklar
Derzeit könne man noch nicht abschätzen, wie lange die Anlage ausfällt. „Zuerst muss das Wasser zurückgehen, dann können wir die Technikräume auspumpen und erst dann wissen wir, welche Schäden entstanden sind“, erklärt Zach.
Flächen für Hochwassersperrmüll
Jetzt, wo die Fluten zurückweichen, werden die massiven Müllmengen, die sie angeschwemmt haben, sichtbar. Bürgermeister als regionale Krisenmanager seien jetzt gefordert, geschotterte oder asphaltierte Flächen für den Hochwassersperrmüll zu finden. Bis zur Abholung könne das dann mehreren Monaten dauern, sagt Anton Kasser, Präsident der NÖ Umweltverbände. Elektrogeräte, Problemstoffe oder ölhaltiges Material soll über die üblichen Sammelzentren entsorgt werden.
Jede hinausgezögerte Entsorgung und jede vermiedene Mülltonne unterstützt unsere Arbeit in den Krisengebieten und entlastet unser System.
Anton Kasser, Präsident der NÖ Umweltverbände
Weiters appelliert Kasser an alle Niederösterreicher, nicht akut wegzuwerfenden Sperrmüll erst in einigen Wochen zu entsorgen.
Auch Mülltonnen sollten nur möglichst voll zur Abholung bereitgestellt werden. „Unsere Kapazitäten sind begrenzt. Aber mit umsichtigem Verhalten und gemeinsamen Handeln werden wir das wie in der Vergangenheit schaffen“, ist Kasser optimistisch.
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