Eindeutiges Ergebnis

W: Fast 80 Prozent in Hietzing sagten “Nein” zu Pickerl

Österreich
28.02.2013 19:26
So wie vergangene Woche der Wiener Bezirk Währing hat nun auch Hietzing "Nein" zum Parkpickerl gesagt: 78,5 Prozent (18.618 Personen) sprachen sich im Rahmen einer Bürgerbefragung gegen die Einführung einer flächendeckenden Kurzparkzone aus. 21,5 Prozent (5.113 Personen) votierten dafür. 113 Stimmen waren ungültig.

Insgesamt wurden im 13. Wiener Bezirk rund 41.000 Fragebögen versendet. Etwa 24.000 davon wurden retourniert - die Wahlbeteiligung betrug rund 59 Prozent.

Vassilakou: "Das Votum ist zu respektieren"
Wenig überrascht von der Ablehnung des Parkpickerls in Hietzing zeigte sich am Donnerstagnachmittag die grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou: "Das Votum der Hietzingerinnen und Hietzinger ist zu respektieren, aber nicht weiter überraschend, wenn man auch in Bezirksteilen befragt, die niemals Parkraumbewirtschaftung bekommen würden oder werden", kritisierte sie. 

ÖVP: "Bevölkerung hat eindeutig entschieden"
Hietzings Bezirksvorsteher Heinz Gerstbach von der ÖVP hingegen war mit der Wahlbeteiligung und dem Ergebnis zufrieden: "Damit ist das Thema von der Bevölkerung eindeutig entschieden worden. Ich werde mich selbstverständlich, wie vorher angekündigt, daran halten." ÖVP-Landesparteiobmann Manfred Juraczka freute sich ebenfalls: "Das ist ein Triumph der direkten Demokratie." Vassilakou und Bürgermeister Michael Häupl seien nun gefordert, grundlegende Veränderungen in der Parkraumbewirtschaftung herbeizuführen.

SPÖ überrascht: "Haben wir nicht erwartet"
Etwas überrascht von dem Ergebnis gab sich hingegen die SPÖ. Hietzings Bezirksvorsteherstellvertreter Reinhard Feistritzer erklärte: "Dass die Befragung gegen die Parkraumbewirtschaftung ausfallen wird, wenn der gesamte Bezirk befragt wird, war zu erwarten - diese große Mehrheit dagegen haben wir aber nicht erwartet." Das deutliche Resultat sei aber natürlich zur Kenntnis zu nehmen.

FPÖ: Weitere Ohrfeige für den Bürgermeister
Laut FPÖ-Klubchef Johann Gudenus schließlich war das Ergebnis eine weitere Ohrfeige für den "ohnedies schon längst massiv angeschlagenen Bürgermeister".

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