15.30 statt um 17 Uhr: Die neuen Betriebszeiten von zwei Kindergarten-Gruppen in Villach sorgen für Aufregung bei betroffenen Eltern. Die Politik zeigt jedoch wenig Verständnis für den Ärger...
Drei Tage vor Beginn des Kindergartenjahres stehen in Villach-Völkendorf Eltern vor einem Problem: Zwei der vier Gruppen schließen ab Montag um 15.30 Uhr statt um 17 Uhr. Für manche Familie – vor allem für alleinerziehende, berufstätige Eltern – ist das eine ernste Nachricht. „Ich kann es mir an den meisten Tagen einrichten, eine andere Mama leider nicht“, wendet sich eine Leserin an die „Kärntner Krone“. Das Problem mit fehlenden Pädagoginnen versteht sie, aber der knappe Zeitpunkt der Information sei ärgerlich. „Wie sollen wir jetzt noch umorganisieren?“
Vizebürgermeisterin zeigt nur wenig Verständnis
Die zuständige Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig nimmt nur schriftlich Stellung und zeigt wenig Verständnis für den Ärger. Sie räumt zwar den Personalmangel ein und erklärt, dass Villach mit einer Ausbildungsoffensive dagegen anzukämpfen versuche, übt aber auch Kritik an der Kritik: „Es schmerzt, dass in einer Situation, wo Pädagoginnen ohnehin schon an der Belastungsgrenze sind und alles erdenkliche Leisten... in der Öffentlichkeit nur negativ dargestellt werden (sic!)“.
Katholnig garantiert aber auch: „Jedes Kind, das im Zuge der heurigen Anmeldewoche für einen Ganztagesplatz angemeldet war, kann diesen in Anspruch nehmen – wenn auch nicht im angemeldeten Betrieb.“ Heißt im Klartext: Die Kinder müssen dann halt woanders hingebracht werden.
Insgesamt müssten aber „jetzt in den Betreuungsstätten restriktiv die Arbeitszeiten der Eltern eingefordert werden, damit jene Familien, die es brauchen, die Ganztagesbetreuung in Anspruch nehmen können.“
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