In Wien stehen gerade Mitglieder einer internationalen Rammbock-Bande vor Gericht. Und auch in Graz mussten sich am Dienstag zwei Rumänen wegen eines brachialen Juwelier-Einbruchs in der Innenstadt verantworten, wo ihnen ihr eigenes Auto zum Verhängnis wurde.
Anfang März war Graz Schauplatz eines spektakulären Einbruchs. Mit einem Auto rasten Gewalttäter in die Auslage des Auktionshauses Dorotheum in der Innenstadt. Drei lautstarke Anläufe waren allerdings notwendig, um in das Innere zu gelangen. Denn das Auto war um zehn Zentimeter zu groß. Hätten die Täter ein kleineres Fahrzeug gehabt, wären sie mit einem Anlauf durch die Glasvitrine gekommen. So scheiterten sie aber zweimal an der Mauer rechts und links des Schaufensters. Hätte es sofort geklappt wie geplant, wären sie vermutlich noch vor der Polizei über alle Berge gewesen.
Rammbock-Auto mit gebrochener Achse
Im Geschäft rafften die maskierten Einbrecher Schmuck im Wert von fast 300.000 Euro an sich und flohen mit ihrem schwer ramponierten Alfa Romeo in Richtung Autobahn. Doch, weil das Rammen der Auslage so viel Zeit in Anspruch genommen hatte und das Fahrzeug mit gebrochener Achse nicht wirklich schnell voran kam, konnte die Polizei die Täter in der Münzgrabenstraße unweit des Tatorts stoppen. Die Sporttasche voll Schmuck war noch im Auto.
Mitglieder eines berüchtigten Clans
Die beiden Verdächtigen dürften Mitglieder einer international agierenden Bande sein, die schon Juweliere in England, Dänemark und Deutschland ausgeräumt haben sollen. Die beiden Rumänen (41 und 48 Jahre) gehören demnach einem berüchtigten Clan an, der auch vor Tötungsdelikten nicht zurückschrecken soll.
Teilbedingte Haftstrafe
Diese Mitgliedschaft konnte ihnen allerdings nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, weshalb sie am Dienstag nur wegen schweren Diebstahls durch Einbruch angeklagt waren. Das Gericht verurteilte beide zu 18 Monaten Haft, sechs Monate davon unbedingt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, die Staatsanwaltschaft meldete umgehend Strafberufung an.
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