Protest gegen Zustände

Hundert Häftlinge randalierten in Gefängnis in Rom

Ausland
30.08.2024 17:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Aufstand ist am Freitag im römischen Gefängnis „Regina Coeli“ ausgebrochen. Rund hundert Häftlinge randalierten in der Strafanstalt, die sich im römischen Viertel Trastevere befindet. Dabei kam es zu einem Stromausfall, einige Campingkocher, die die Insassen zum Kochen nutzen, wurden in Brand gesetzt.

Die Sträflinge, die seit Tagen gegen die schwierigen Lebensbedingungen in der Strafanstalt protestieren, warfen Gegenstände in ihren Zellen, sie zerstörten die Videoüberwachungsanlagen und gingen auf das Gefängnispersonal los. Erst nach einigen Stunden konnte der Aufstand gelegt werden, sagte Gennarino De Fazio, Sprecher der Strafvollzugspolizei Uilpa. Er beklagte einen „höllischen Zustand“ in dem überbelegten Gefängnis.

Fast täglich brutale Proteste in Gefängnissen
In Italien mehren sich die Aufstände in den Strafanstalten. Fast täglich brachen in den letzten Wochen gewaltsame Proteste in den überfüllten Gefängnissen des Landes aus. Die Insassen protestieren gegen die Überbelegung und die auch wegen der hohen Sommertemperaturen schlechten Bedingungen.

Neues Gesetz soll Situation verbessern
Italiens Justizminister Carlo Nordio hat erst kürzlich ein Gesetz zur Entlastung der italienischen Gefängnisse im Parlament durchgebracht. Dieses enthält einige bemerkenswerte Neuerungen, angefangen bei der Möglichkeit, die Strafe in einem anderen Umfeld als dem Gefängnis zu vollziehen, z. B. in Wohngemeinschaften für Drogenabhängige. Jeder Fall wird von einem Gericht bewertet.

Fast 60.000 Häftlinge sitzen in den italienischen Strafanstalten. Die Haftanstalten sind damit um rund 8000 Haftplätze überbelegt

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