Nach zwei Todesfällen durch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung in einem Lecher Hotel (Vorarlberg) im Jahre 2023 wird die Sache nun vielleicht neu aufgerollt.
Ende Februar 2023 kam es in einem Hotel im Nobel-Skiort Lech am Arlberg zu einem tragischen Vorfall: Zwei Hotelangestellte gingen in den Keller, um die Heizungsanlage zu kontrollieren. Dort hatte sich allerdings durch die Pellets Kohlenmonoxid gebildet, die beiden überlebten den Gang in den Keller nicht. Nun erheben die Angehörigen der Toten schwere Vorwürfe, es soll um fahrlässige Tötung gehen, wie der ORF („Schauplatz Gericht“) berichtet.
Nach dem tödlichen Unfall hat die Polizei am Ende die Ermittlungen eingestellt, weil Fremdverschulden auszuschließen war. Die Heizanlage, so hieß es damals, habe nichts mit den Todesfällen des 23-jährigen Hausmeisters und des 56-jährigen Hoteldirektors zu tun. Die tödlichen Gase seien durch die Lagerung der Pellets entstanden.
Nun hat aber der Bruder des Hoteldirektors, Walter Laimer, eine Anwältin eingeschaltet, die strittige Fragen klären soll. Etwa, ob es betriebsbedingt nötig gewesen sei, den Pellets-Silo zu betreten. „Wenn irgendwo nicht einer Sache auf den Grund gegangen wird, aus welchen Gründen auch immer, dann muss man sich wehren. Dann muss man dafür sorgen, dass hier Licht ins Dunkel kommt“, sagte er. Die Hotelbetreiberin hatte angegeben, dass sie das Betreten des Silos sogar verboten hätte – allerdings wurden laut Laimers Anwältin keine weiteren Zeugenaussagen zu diesem Sachverhalt eingeholt.
Landesgericht entscheidet
Das kritisiert Laimer nun. Denn aufgrund der Aussage der Betreiberin wurde das Verfahren eingestellt. Mittlerweile haben Mitarbeiter aber eidesstattliche Erklärungen abgegeben, wonach der Hoteldirektor meinte, das Betreten des Silos sei technisch notwendig gewesen. Das Landesgericht entscheidet nun, wie in der Sache weiter vorgegangen wird.
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