Die Transportwirtschaft leidet unter Mehrkosten, Fahrermangel und Bürokratie. Wenig hilfreich ist, dass der Lkw in der Öffentlichkeit nicht gut angeschrieben ist. Wie man darauf reagiert? Das verrät uns Günther Reder, der Obmann der Transporteure in der Wirtschaftskammer Oberösterreich.
Jeder zweite Lkw-Lenker ist älter als 50 Jahre, nicht einmal jeder zehnte Fahrer unter 30 – die demografische Entwicklung, die für eine enorme Lücke sorgt, macht Günther Reder Sorgen. „Man muss das angehen“, sagt der Obmann der Transporteure in der Wirtschaftskammer OÖ.
Was helfen könnte? Reder denkt an die Erweiterung des L17-Modells, das sich beim B-Führerschein bewährt hat, und daran, den Lkw-Lenker als Mangelberuf anzuerkennen: „Alle Vorschläge dazu liegen beim zuständigen Bundesministerium für Klimaschutz und Mobilität, aber es hat sich hier Jahre nichts getan.“
Im gelb-grauen „Friends-on-the-road“- Lkw probesitzen und davon sogar ein Erinnerungsfoto erhalten, beim Ladespiel teilnehmen oder sich über den Job des Kraftfahrers informieren: All das kann man beim Auftritt der Transportwirtschaft am „Krone“-Fest in Linz. Am Freitag, 16. August, sind die „Friends on the road“ von 16 bis 21 Uhr da, am Samstag von 14 bis 21 Uhr, Sonntag von 10 bis 15 Uhr.
Während einerseits der wachsende Personalmangel den Alltag immer schwieriger macht, sind es andererseits die steigenden Kosten und die wachsende Bürokratie, die den Logistikern den Zahn ziehen: „Vor allem die Belastungen aus Steuern, Abgaben und Mautabgaben wachsen.“ Wenn die Transporteure Mehrkosten und Fahrverbote bekämpfen wollen, werden deren Einwände oft abgeschmettert.
„Dann heißt es lapidar, dass der Lkw in der Öffentlichkeit nicht gut angeschrieben ist. Dabei ist Transport nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck“, sagt Reder, dem bewusst ist: „Wir müssen mit unseren Geschichten über den Lkw noch enger an den Leuten dran sein.“ Die Initiative „Friends on the road“, die auch beim „Krone“-Fest in Linz vertreten ist, hilft dabei.
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