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Entsetzliche Katastrophe | Gefühl der Ohnmacht

Entsetzliche Katastrophe. Taylor Swift gestern Abend auf ORF1 statt im Happel-Stadion – ein schwacher Ersatz für die drei von Donnerstag bis Samstag in Wien angesetzten Konzerte, die aus Terror-Sorge abgesagt wurden. Aber die TV-Show lindert den Schmerz der Fans, die um ihr Erlebnis gebracht wurden, doch ein wenig. Unterdessen wird immer mehr darüber bekannt, welche Katastrophe den Fans und dem ganzen Land durch den raschen Zugriff auf die Terror-Verdächtigen erspart blieb. Auch wenn der in Haft sitzende Ternitzer IS-Fanatiker mittlerweiIe zurückrudert, werden mehr Details darüber bekannt, was er im ersten Verhör bekannt gegeben hat: Dass so viele Unschuldige wie möglich töten wollte, wofür er Bomben bastelte. Die Höllenmaschinen wollte er mittels Zeitschaltuhr oder per Handy auslösen. Zudem wollte er in Panik flüchtende Fans überfahren und erstechen. Abschließend wollte Beran A. im Kugelhagel der Polizei den Märtyrertod sterben. Entsetzlich, welche Katastrophe im Namen des Islam ausgelöst werden sollte.

Gefühl der Ohnmacht. Was bleibt vordergründig von dieser August-Woche in unserem Land? Drei junge Männer in Haft, fast 200.000 Fans des US-Stars Taylor Swift in Trauer. Nicht erspart bleibt uns auch ein Polit-Hickhack. Denn wie so vieles hat es die türkis-grüne Regierung auch nicht geschafft, es den gesetzlich blind gestellten Sicherheitsdiensten zu ermöglichen, potenziellen Terroristen, radikalisierten Islamisten wie dem 19-jährigen Ternitzer bei ihren Machenschaften auf die Schliche zu kommen. So bleiben unseren Terror-Abwehrern Hände, Augen und Ohren gebunden, sie müssen auf Informationsspenden ausländischer Dienste hoffen, wie es auch im Fall des geplanten Anschlags auf eines der Swift-Konzerte in Wien neuerlich geschah. Der – gar nicht zum Lachen anregende – Treppenwitz dabei: Ausgerechnet die grüne Justizministerin gilt als Haupt-Blockiererin bei der Überwachung verschlüsselter Nachrichten im Netz und erleichtert so die Planung und Vorbereitung von Anschlägen auf Events, die wie die Swift-Konzerte vor allem ein liberal-offenes, letzthin im weiteren Sinne „grünes“ Publikum anziehen. Von dieser Woche bleibt ein Gefühl der Ohnmacht. Ein verheerender Anschlag konnte zwar verhindert werden. Aber die Angst ist wieder da. Der vermeintlich besiegte IS gewinnt wieder.

Kommen Sie gut durch den Sonntag!

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