Der 25-jährige Matteo Ivan Rašić begeistert zurzeit auf Burg Gars in Donizettis „Liebestrank“: Wir baten den gebürtigen Tiroler mit kroatischen Wurzeln zum Gespräch über Fußball, Romantik und einen großen Traum!
Hin und weg ist das Publikum in Gars von dem jungen Tenor, der hier in diesem Sommer einen entzückenden Nemorino in Donizettis „Liebestrank“ gibt: Es ist der aus Innsbruck stammende Matteo Ivan Rašić, der im Alter von sechs Jahren für die Wiltener Sängerknaben entdeckt wurde: „Ich war immer schon ein sehr aktiver Bursche, wollte alles ausprobieren, und so habe ich auch neben dem Singen parallel 13 Jahre lang Blockflöte gelernt und beim SVG Reichenau gekickt!“ Position? „Rechtes Mittelfeld, weil ich schnell bin und eine gute Kondition habe!“ Das Talent war auch hier da, wie ihm sein Papa, ein Fußballtrainer, attestierte.
„Rückblickend eine Superkombi, aus Musikalischem, Körperlichem und gesanglicher Ausbildung“, sagt Rašić, der schließlich mit 16 die Entscheidung traf, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen und Sänger zu werden, nachdem er zuvor am Tiroler Landestheater seine erste Solorolle als „Kleines Füchslein“ in der Janáček-Oper bekam. Die Skepsis der Eltern, die im Balkankrieg nach Tirol geflüchtet sind, ist längst überwunden: „Sie haben mich immer unterstützt, sind wahnsinnig stolz“, strahlt er.
Als neuer Stern am Tenorhimmel gehandelt, muss er nun darauf achten, „nicht verheizt zu werden“: „Ich habe im letzten Jahr viel in Sachen Selbstdisziplin gelernt, das war wichtig“, freut er sich auf viele künftige Partien in seiner Lieblingssparte „Romantik“. Eine Traumrolle gibt es auch: „Nemorino an der Staatsoper in der Schenk-Inszenierung singen!“
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