Nach dem ersten Abfahrtstraining in Bormio gibt es dicke Luft bei den Schweizer Ski-Herren. Niels Hintermann kann eine Entscheidung des Trainerteams nicht nachvollziehen.
„Was diese Herren am Dienstagnachmittag entschieden haben, ist nicht okay, es ist nicht im Sinne des Sports!“, wird Hintermann von „Blick“ zitiert. Was den Speed-Spezialisten so aufregt? Die teaminterne Qualifikation für die Olympia-Abfahrt am Samstag.
Hintermann muss dabei gegen Stefan Rogentin um den letzten verbliebenen Schweizer Startplatz kämpfen. Doch es ist nicht dieses Duell, das dem 30-Jährigen zu schaffen macht: „Ich habe zwar überhaupt nichts dagegen, dass ich diese Qualifikation bestreiten muss, schließlich habe ich im laufenden Weltcup-Winter keinen Podestplatz herausgefahren. Aber Alexis Monney kann aus dieser Saison auch keinen Top-3-Rang vorweisen, dennoch hat man ihn gesetzt.“
Selbst Monney ist überrascht
Tatsächlich haben die Schweizer Trainer entschieden, dass Monney sich nicht der Qualifikation stellen muss. Vielleicht, weil er im Dezember 2024 auf der Stelvio gewonnen hat? Für Hintermann nicht nachvollziehbar. „Seit ich 2017 anlässlich der WM in St. Moritz erstmals an einem Großevent dabei war, war es im Schweizer Abfahrtsteam immer so, dass die Athleten, die im Weltcup nicht den Sprung aufs Podest geschafft haben, ausnahmslos im Training eine Quali bestreiten mussten. Doch jetzt fängt man leider plötzlich etwas Neues an“, lässt er seinem Frust freien Lauf.
Monney selbst zeigt sich ebenfalls überrascht von der Entscheidung seiner Trainer. „Ich hatte mich gedanklich bereits auf die Quali vorbereitet, ich habe mich auf eine brutale schwere Woche eingestellt. Aber ohne Quali-Druck kann ich natürlich sehr viel Energie sparen“, konzentriert er sich nun schon auf seinen Olympia-Auftritt.
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