Jahrelang gingen die Ausdrücke „Red Bull-System“ und „Pressing“ Hand in Hand. Unter Trainern wie Marco Rose oder auch Jesse Marsch lief Salzburg immer enorm früh an und setzte seine Gegner schon in deren Hälfte unter Druck. Bei den Fans kam diese Spielweise immer gut an, auch wenn sie mit viel Risiko verbunden war.
Doch als 2021 Matthias Jaissle das Ruder bei den Bullen übernahm, war vom Pressing nicht mehr viel zu sehen. Man agierte unter ihm viel defensiver. Sein Nachfolger Gerhard Struber wollte zwar wieder offensiver spielen lassen, richtig gelungen ist es ihm allerdings nicht.
Doch nun hat man den Eindruck, als würden die Bullen wieder zu ihren Wurzeln zurückkehren – Pep Lijnders ist ein Verfechter des hohen Anlaufens. Und seine Arbeit trägt bereits Früchte. In den Testspielen hat sein Team schon mehrere Treffer in Folge eines Ballgewinns in der gegnerischen Hälfte erzielt.
Auch das 2:0 in der 34. Minute von Maurits Kjaergaard gegen Sheffield Wednesday am Samstag fiel in diese Kategorie. „Ich habe den Burschen das Tor in der Halbzeit gleich noch einmal gezeigt. Das ist die Mentalität, die wir haben müssen“, freute sich der 41-Jährige.
Das Pressing nennt der Niederländer übrigens „organisiertes Chaos“. Es wird spannend zu sehen sein, wie dieses dann in den ersten Pflichtspielen der neuen Saison funktioniert.
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