Bei der Feier der spanischen Nationalelf nach dem Titelgewinn bei der Europameisterschaft haben Äußerungen von ManCity-Kicker Rodri für Aufregung gesorgt. „Gibraltar ist spanisch“, brüllte der 28-Jährige in die jubelnde Menge. Eine brisante Aussage, die jetzt ein Nachspiel haben könnte.
Der Fußball-Verband Gibraltars fand die „extrem provokativen und beleidigenden“ Äußerungen in Madrid überhaupt nicht witzig. Er kündigte die Möglichkeit einer offiziellen Beschwerde bei der Europäischen Fußball-Union UEFA an. Für ein solches Verhalten sei kein Platz im Sport.
Mittelfeldspieler Rodri grölte bei der EM-Titelfeier mehrmals den bekannten Schlachtruf spanischer Fans, mit dem sie englische Kontrahenten zu piesacken pflegen: „Gibraltar ist spanisch“, sang der 28-Jährige auf offener Bühne richtig schief und viele seiner Mitspieler und Fans stimmten mit ein.
Zankapfel zwischen London und Madrid
Den Einwand von Kapitän Alvaro Morata, Rodri stehe immerhin bei Manchester City unter Vertrag, tat dieser im Jubelrausch mit „Ist mir doch völlig egal“ ab. Im Netz wurde gewitzelt, er müsse sich nun vielleicht nach einem neuen Arbeitgeber umsehen.
Gibraltar ist seit mehr als drei Jahrhunderten ein Zankapfel zwischen Madrid und London. Das Gebiet am Südzipfel der Iberischen Halbinsel wurde 1704 vom Vereinigten Königreich in Besitz genommen. Spanien betrachtet Gibraltar als illegal besetztes Gebiet und britische Kolonie. Gute Beziehungen zu Gibraltar und Großbritannien sind Spanien aber viel wichtiger.
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