In einem Offenen Brief wendet sich jetzt SPÖ-Chef Andreas Babler an all jene politikverdrossenen Menschen, die sich an der kommenden Nationalratswahl nicht beteiligen wollen. Er entschuldigt sich für das „politische Spiel“, in dem sich auch seine Partei „verloren hat“ und verspricht, „eine starke Stimme“ für jene zu sein, die in den letzten Jahren enttäuscht worden seien.
Die Probleme, die Babler in dem Offenen Brief anspricht, gehen von der fehlenden Kinderbetreuung über steigende Mieten bis hin zu geringen Pensionen. Babler dazu: „Wir sehen die Probleme und werden sie lösen. Geben Sie uns eine Chance, ich verspreche Ihnen, wir werden sie nützen.“
Der Bundesparteiobmann lässt in seinem Posting auf seinen Social-Media-Kanälen auch anklingen, wohin mit einer SPÖ-Regierung die Reise gehen könnte: „Seit Jahren wird zu wenig im Gesundheitsbereich investiert. Bei den Konzernen heißt es dagegen: Koste es, was es wolle. Wir brauchen dringend Geld für leistbaren Wohnraum und die Bildung unserer Kinder. Die Regierung weigert sich aber, Milliardäre zu besteuern, obwohl die reichsten fünf Familien mehr besitzen als die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher zusammen.“
Babler: „Das sind Zustände wie in der Monarchie“
Erst vor wenigen Tagen – anlässlich der Veröffentlichung des aktuellen Global Wealth Report der Boston Consulting Group (BCG) – bekräftigte Babler seine Forderung nach einer Millionärssteuer: „Wenn 400 Superreiche mehr als ein Drittel des gesamten Geldes in Österreich besitzen und damit so viel wie 7,2 Millionen Menschen in Österreich zusammen, sind das Zustände wie in der Monarchie.“
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