Mi, 17. Oktober 2018

Real-Goalie gelassen

24.12.2012 09:02

Casillas akzeptiert die Degradierung

Iker Casillas, Kapitän des spanischen Meisters Real Madrid, hat nach seiner Degradierung auf die Reservebank keine öffentliche Kritik an Coach Jose Mourinho geübt. "Ich respektiere die Entscheidung des Trainers. Ich bin es zwar nicht gewohnt, Ersatz zu sein, aber die Mannschaft steht über jedem einzelnen Spieler. Ich werde weiterhin hart trainieren, um meinen Stammplatz zurückzubekommen", sagte der spanische Welt- und Europameister dem TV-Sender La Sexta.

Casillas war am Samstag bei der 2:3-Niederlage von Real in Malaga erstmals seit über zehn Jahren aus Leistungsgründen nicht aufgestellt. Laut spanischen Medienberichten sieht Mourinho in Reals Kapitän einen "Maulwurf", der Interna an die Presse weitergibt. Der Star-Coach behauptete nach der Niederlage jedoch, Casillas nur aufgrund dessen Leistungen auf die Bank gesetzt zu haben. Der in Malaga eingesetzte Antonio Adan habe zuletzt eine bessere Figur als der Welt- und Europameister gemacht, führte der Portugiese aus.

"Der Trainer analysiert die Situation und die zur Verfügung stehenden Spieler. Und dann wird das Team danach aufgestellt. Ihr könnt natürlich Geschichten erfinden, aber es ging um rein sportliche Gründe und nicht mehr", legte sich Reals angezählter Coach fest. Die Frage, ob er bereits um seinen Posten fürchte, verneinte Mourinho: "Warum sollte ich um meinen Job fürchten? Wir Trainer wissen am besten, dass der Fußball kein Gedächtnis hat. Gewonnene Titel oder die Arbeit vergangener Tage zählen nichts."

"Marca": "Entscheidung ist mehr als riskant"
Die mit Mourinho auf Kriegsfuß stehende Presse war ob der Entscheidung aufgebracht. Diese sei laut "Marca" eine "Bombe". "Der Trainer hatte noch nie ein gutes 'Gefühl' mit dem Kapitän, aber seine Entscheidung ist mehr als riskant", schrieb die Sporttageszeitung. Irritiert vom Verzicht auf Reals Urgestein Casillas (31) zeigten sich nicht nur die Fans der Madrilenen. Auch Sergio Ramos, ein weiterer Führungsspieler, erklärte, von der Entscheidung einigermaßen überrascht gewesen zu sein.

"Es ist nicht normal, ihn auf der Bank zu sehen, aber es ist die Entscheidung des Trainers", sagte der spanische Teamverteidiger in einem TV-Interview. "Iker ist der Kapitän, ein Wortführer in der Kabine und ein Schlüsselspieler. Aber wir werden nun keinen Streit vom Zaun brechen, wir sitzen im selben Boot und rudern in dieselbe Richtung", bemühte sich Ramos aber, die Wogen zu glätten.

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