Klimaneutral als Ziel
Dänemark will Steuer auf Rülpsen von Rindern
Dänemark geht ungewöhnliche Wege, um dem Kampf gegen den Klimawandel etwas entgegenzusetzen: Das Land will Steuern auf Methan in der Landwirtschaft einführen – also auf das Rülpsen und Furzen von Rindern.
Nicht nur Kohlendioxid, sondern besonders auch Methan trägt zum Treibhauseffekt bei. Es ist sogar 25-mal so schädlich wie CO2, wie das deutsche Umweltbundesamt warnt. Es entsteht, wenn organisches Material unter Luftausschluss abgebaut wird – wie beispielsweise im Verdauungstrakt von Rindern und Schweinen.
Dänemark will bis 2045 klimaneutral werden
Mit einer Steuer auf das ausgestoßene Treibhausgas von Nutztieren möchte Dänemark diesem Umstand Rechnung tragen. Mit diesem Schritt will das skandinavische Land erreichen, bis 2045 klimaneutral zu werden.
Dieser Vorstoß wird von Greenpeace unterstützt: Die Umweltschutzorganisation spricht von einem „wichtigen Schritt“. Der Verband für nachhaltige Landwirtschaft ist naturgemäß gegen diese Maßnahme.
Konkret sollen die Methan-Emissionen von Rindern und Schweinen mit 300 Kronen (rund 40 Euro) pro Tonne CO2-Äquivalent besteuert werden. In fünf Jahren soll dieser Beitrag auf 750 Euro angehoben werden. Der Vorschlag wurde von der Regierung mit Teilen der Opposition ausgearbeitet. Nach der Sommerpause soll die Vereinbarung vom Parlament geprüft werden.








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