Während jedes Jahr die Abgase aus Hunderten Millionen Litern Treibstoff in Niederösterreich in die Luft geblasen werden, tüfteln heimische Schüler an Bio-Sprit. Dieser soll mit einem Baumschwamm aus Holz gewonnen werden.
Das Festhalten an Verbrenner-Motoren ist derzeit oberste verkehrspolitische Devise der regierenden Mehrheit in Niederösterreich. Obwohl das von den Kfz-Herstellern bereits in den 1990er-Jahren versprochene 3-Liter-Auto nach wie vor auf sich warten lässt. Immerhin wäre damit der Spritverbrauch im Land um die Hälfte geringer, merken Fachleute des Verkehrsclubs (VCÖ) an: „Und die Kosten für die Haushalte natürlich ebenfalls.“
Viele Pkw-Modelle sind zu schwer und zu stark
Denn der Durchschnittsverbrauch von Pkw liege bei knapp 6 Litern auf 100 Kilometer. „Das bedeutet, dass private Autobesitzer in Niederösterreich im Jahr 750 Millionen Liter Benzin und Diesel tanken“, rechnet VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky vor: „Die Effizienzgewinne der Motoren der letzten Jahrzehnte werden nämlich durch höheres Gewicht und Übermotorisierung vieler Modelle zunichte gemacht.“ Durch spritsparendes Fahren unter dem Motto „Gleiten statt hetzen“ könne man aber Treibstoff und 15 bis 20 Prozent Kosten sparen sowie Abgase verhindern, erklärt Jaschinsky.
Letzteres ist auch das Ziel von Sabina Schwarz und Jonas Leutgeb. Die Absolventen der Umwelt-HLW im Yspertal haben sich im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit einem Verfahren befasst, mit einem Baumschwamm aus Holz Bioethanol herzustellen, das als Biosprit eingesetzt werden kann. Nach „vielen schlaflosen Nächten“ konnten die Jugendlichen wissenschaftliche Erfolge verzeichnen, sind sich aber sicher: „Um diesen Prozess wirtschaftlich zu nutzen, ist noch viel Forschungsarbeit nötig.
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