„Werde 2020 gewinnen“

Neuer Versprecher von Biden sorgt für Gespött

Ausland
06.07.2024 10:49
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein neuer Versprecher des amtierenden US-Präsidenten Joe Biden nährt bei Kritikern den Verdacht, dass dieser geistig nicht fit für eine zweite Amtszeit sei. Bei einer kämpferischen Rede zu seiner Präsidentschaftskandidatur erklärte der 81-Jährige in Bezug auf Trump: „Ich werde ihn 2020 erneut schlagen.“ Damit irrte er sich bei der Jahreszahl. Im Jahr 2020 hatte er Trump erstmals besiegt. 

Der Fauxpas passierte bei einem Wahlkampfauftritt in Madison im US-Bundesstaat Wisconsin. „Lassen Sie mich das so klar sagen, wie ich kann: Ich bleibe im Rennen. Ich werde Donald Trump schlagen“, versprach Biden, bevor er sich den Versprecher leistete. Nachdem er erklärt hatte, er wolle seinen Konkurrenten 2020 schlagen, korrigierte er sich im Anschluss: „Übrigens, wir werden es 2024 wieder tun.“

Joe Biden
Joe Biden(Bild: AFP/Jim WATSON)

Bidens Aussagen genau am Prüfstand
Normalerweise wäre ein solcher Versprecher nicht dramatisch. Doch der Demokrat kämpft aktuell an allen Fronten, um seine Präsidentschaftskandidatur zu retten. In den vergangenen Tagen ist der Druck auf ihn deutlich gewachsen – sowohl einige Parteimitglieder als auch Großspender haben sich gegen ihn gestellt. Jede Äußerung und jeder Auftritt des 81-Jährigen werden nun genaustens unter die Lupe genommen.

Biden hatte vor einer Woche bei dem abendlichen Fernseh-Duell mit seinem republikanischen Herausforderer Donald Trump einen desaströsen Auftritt hingelegt, sich mehrfach versprochen und den Faden verloren. Nach dem Auftritt flammte die Debatte darüber neu auf, ob Biden der richtige Kandidat der Demokraten für die Präsidentenwahl im November ist.

Bei TV-Debatte „schlechten Tag gehabt“
Der älteste Präsident in der US-Geschichte beharrt darauf, fit genug für eine weitere Amtszeit zu sein und zeigt sich unbeirrt. So deutlich und selbstbewusst wie bei seinem Auftritt in Wisconsin hatte er sich aber zuvor noch nicht geäußert. „Ich lasse nicht zu, dass eine 90-minütige Debatte die Arbeit von dreieinhalb Jahren zunichtemacht.“

Am Freitagabend (20 Uhr Ortszeit, Samstag 2 Uhr MESZ) wollte er Biden in einem Interview mit dem Fernsehsender ABC den Beweis antreten, dass er fit genug fürs Amt ist. Im Voraus verbreiteten Ausschnitten sagte Biden, er habe bei der TV-Debatte „einen schlechten Tag“ gehabt. „Ich war krank während der Debatte und habe mich mies gefühlt“, sagte er.

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