Da es beim Public Viewing des EM-Spiels Österreich gegen die Türkei vor dem Wiener Hauptbahnhof zu unschönen Szenen kam, zeigen die ÖBB dem heutigen Türkei-Match (21 Uhr) die Rote Karte. Es soll damit in erster Linie der Bahn- und Busbetrieb nicht beeinträchtigt werden.
Leidenschaft, Fangesänge, Jubeltrauben, Tränen – die Public Viewings der Stadt Wien sind dafür da, Emotionen zu zeigen.
Fliegende Flaschen und Dosen
Rund um das Achtelfinal-Aus Österreichs gegen die Türkei kam es Dienstag, wie berichtet, vor dem Hauptbahnhof aber zu Szenen, die man beim gemeinsamen Fußballschauen nicht gerne sieht.
Drängeleien, fliegende Flaschen und Dosen sowie die ein oder andere Prügelei führten dazu, dass die ÖBB das Public Viewing am heutigen Samstag auf dem Bahnhof absagten.
Bahn- und Busbetrieb im Fokus
Auf Empfehlung der Behörden, wie es in einer Aussendung der Bundesbahnen heißt. Die Absageentscheidung kommt vom Veranstalter allein, meint hingegen die Wiener Polizei. Im Vordergrund steht, dass der Bahn- und Busbetrieb nicht beeinträchtigt werde. Da vor allem beim Spiel Türkei gegen die Niederlande (21 Uhr) – davor spielt um 18 Uhr England gegen die Schweiz – mit gewaltigem Andrang zu rechnen gewesen wäre, gibt man heute der Sicherheit Vorrang.

Angst vor neuerlichen Ausschreitungen
Dass bei den ÖBB sicher Angst vor Ausschreitungen mitschwingt, wird nicht laut ausgesprochen. Die Public Viewings der beiden gestrigen Duelle liefen dagegen wie gewohnt über den Bildschirm. Ebenso ist an den anderen Standorten in der Stadt, wie vor dem Rathaus und im Prater, keine Absage geplant.
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