Große Aufregung in Felixdorf: Ein millionenschweres Darlehen taucht seit Jahren nicht im Budget auf. Der Ortschef wehrt sich nun gegen die Vorwürfe der Opposition, er habe das Darlehen vertuscht.
Ein Beschluss aus dem Jahr 2009 beschäftigt aktuell den Gemeinderat in Felixdorf im Bezirk Wiener Neustadt. Damals wurde die Aufnahme einer millionenschweren Wohnbauförderung für die Sanierung des Tschechenrings beschlossen, der ersten denkmalgeschützten Niedrigenergiehäuser in Österreich. Doch der Kredit ist – wie jetzt erst ans Tageslicht gekommen ist – in den vergangenen Jahren nie im Gemeindehaushalt erfasst.
Die Opposition wirft SPÖ-Bürgermeister Andreas Hueber nun eine Vertuschung des Betrags vor und kritisiert völlige Intransparenz in der Causa. „Trotz mehrmaliger Anfrage konnte uns nichts vorgelegt werden, um die fraglichen Vorgänge schlüssig aufzuklären“, heißt es.
Ich habe angeboten, alle Protokolle durchzusehen. Die Opposition hat das bislang aber noch nicht in Anspruch genommen.

Bürgermeister Andreas Hueber
Bild: Gemeinde Felixdorf
Bei Prüfung Differenzen aufgefallen
Hueber, der erst 2023 ins Bürgermeisteramt gewählt wurde, wehrt sich auf „Krone“-Anfrage gegen diese Vorwürfe. „Ich habe bei meinem Amtsantritt die Buchhaltung angewiesen, all unsere Sparkonten und Kredite auf bessere Konditionen zu prüfen. Es wurden die Tilgungspläne aller Darlehen angefordert und dabei sind uns Differenzen aufgefallen“, so Hueber. So kam ans Licht, dass der Kredit zwar verbucht, aber nirgends erfasst worden war. „Jahrelang ist das niemandem aufgefallen, weder unserem Prüfungsausschuss noch der Gemeindeaufsicht bei der letzten Gebarungseinschau. Wir haben nun alles richtiggestellt“, betont Hueber.
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