Ganz ehrlich: Für viele ist Bruckner ein Albtraum! Aber man kann ihn in einen modernen Traum verwandeln. Die Linzer Musikschule wagt das Experiment: Junge Solistinnen und Solisten gestalten gemeinsam mit dem Symphonischen Orchester der Musikschule ein großes Konzert im Brucknerhaus.
„Bruckners Musik ist für die meisten Musikschüler nicht spielbar, auch Jugendliche tun sich schwer, eine Sinfonie anzuhören – das ist für sie ein Albtraum“, sagt Christian Denkmaier, Musiker und Direktor der Linzer Musikschule, ganz offen und ehrlich. Aber im Jubiläumsjahr des großen Komponisten will die Musikschule diesen „Albtraum“ in einen Traum verwandeln.
Das soll mit neuen Kompositionen gelingen, die in Auftrag gegeben wurden – wir haben darüber berichtet. Diese kommen nun beim Konzert „Anton Bruckner. Traum und Albtraum“ am Donnerstag, 27. Juni, im Linzer Brucknerhaus zur Uraufführung (Tickets um 15 Euro).
Bruckners Musik neu beleben
Junge Solistinnen und Solisten sowie das Symphonische Orchester der Musikschule werden Werke von Tanja Glinsner, Julia Lacherstorfer, Johanna Doderer und Kurt Schwertsik spielen.
Der bekannte Akkordeonspieler Otto Lechner komponierte ebenfalls für das Konzert im Brucknerhaus, er sagt: „Eine reizvoll-riskante Aufgabenstellung. Inhaltlich bezieht sich meine symphonische Dichtung auf einen Text von Franz Kafka namens ,Der Jäger Gracchus’, eine Figur, die nicht tot und nicht lebendig sein kann. Das ist ein Gleichnis für die Schwierigkeit des Umgangs mit vergangenen Künstlern, eben Traum und Albtraum.“
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