
Am nördlichen Ortsrand von Seefeld in Tirol entsteht um 70 Mio. Euro ein Urlaubsresort mit 135 Appartements inklusive Campingplatz. Eine Investorengesellschaft kämpfte sechs Jahre um die Bewilligung.
Seefeld Village heißt das neue Urlaubsresort am nördlichen Ortsrand von Seefeld. Der Name ist nicht zufällig gewählt: Auf dem rund 50.000 Quadratmeter großen Areal entsteht in den kommenden drei Jahren quasi ein Dorf im Dorf.
Kernstück des Projekts ist ein 500-Betten-Hotel, das in mehreren Gebäudeeinheiten um einen zentralen Gartenteich gruppiert wird. 135 Appartements im Kranebitter-Stil sollen so optisch möglichst verträglich in die umgebende Waldlandschaft eingebettet werden.
Zu den Hoteleinrichtungen gehören drei Tiefgaragen, ein Hallen- und Freibad mit Wellnessbereich, ein Waschsalon, ein Village Shop, ein Sportgeschäft, ein Indoor-Spielbereich und ein Bar-Restaurant.
Spatenstich erfolgte am Freitag
70 Millionen Euro investiert die Betriebs-GmbH mit Geschäftsführer Loek Beuker in die Hotelanlage samt angeschlossenem Campingplatz. Er und seine Partner luden am Freitag zum Spatenstich auf das Gelände des ehemaligen Camp Alpin in idyllischer Waldrandlage am nördlichen Ortsrand von Seefeld.
Die Wohneinheiten der Hotelanlage sind zwischen 60 und 120 Quadratmeter groß. „Pro Quadratmeter Wohnfläche kalkulieren wir mit rund 10.000 Euro an Errichtungskosten“, erläutert Beuker. Damit ist die Anlage ganz klar im Luxus-Segment angesiedelt. Die Wohnungen sollen nach Fertigstellung über die europaweit tätige Feriengesellschaft „Dormio“ ganzjährig an Touristen vermietet werden.
Einheiten werden später an Investoren verkauft
„Nach der Übernahme von 30 Landa-Parks (Anm.: dieser Betreiber war zuvor im Gespräch) ist ‘Dormio‘ mit 150 Mio. Euro Jahresumsatz ein Gigant auf dem Reisemarkt. Die Anlage in Seefeld gehört zu den kleinsten“, erläutert Beuker die Dimensionen. Um die Investition von rund 70 Millionen Euro refinanzieren zu können, sollen später einzelne Einheiten an Investoren verkauft werden. Wie viele, stehe noch nicht fest.
Die künftigen Investoren profitieren von der Möglichkeit eines Ferienaufenthaltes in einer attraktiven touristischen Region, aber auch von einer langfristigen Wertsteigerung ihrer Immobilie.
Loek Beuker, Geschäftsführer „Seefeld Village“
„Es entstehen hier keine Zweitwohnsitze. Die Eigentümer können ihre Wohnungen nicht selbst nutzen, sondern müssen sie ganz normal über die Reisegesellschaft buchen. “
Die Gemeinde Seefeld ist übrigens bereits jetzt Eigentümer eines Mini-Anteils und damit in alle Entscheidungen eingebunden. Diese war am Freitag mit BM Andrea Neuner und Teilen des Gemeinderates vertreten. Knapp beschlossen wurde das Projekt noch unter ihrem Vor-Vorgänger Werner Frießer.
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