Nach der EU-Wahl ist vor der Nationalratswahl: Elisabeth Dieringer-Granzas (FPÖ) ersten Auftritt in der Öffentlichkeit nach ihrer Wahl zum Mitglied des Europäischen Parlaments nutzt Parteichef Erwin Angerer auch, um den Wahlkampf für Herbst zu eröffnen.
„Sorgsam“ will der Kärntner FPÖ-Landesparteiobmann Erwin Angerer mit dem Vertrauensvorschuss umgehen, den seine Partei bei der EU-Wahl erreicht hat – im südlichsten Bundesland kamen die Blauen ja mit einem Plus von 11,9 Prozentpunkten auf 33,5 Prozent.
Das sagt er am Dienstag bei einer Pressekonferenz, die am Montag kurzfristig verschoben wurde: „Es war doch etwas knapper als gedacht, wir wollten sichergehen, dass alles stimmt. Es hätte auch eine Umreihung durch Vorzugsstimmen passieren können“, sagt Angerer in Hinblick auf das Mandat der Listensechsten Dieringer-Granza. „Ob wir den Termin heute oder morgen machen“ sei egal.
Nun sei alles geklärt und die Kärntner Spitzenkandidatin Elisabeth Dieringer-Granza soll in Brüssel als Botschafterin agieren: „Verfehlte Energiepolitik, rigorose Migrationspolitik und infrastrukturelle Projekte“ werden Themen sein, um die sich die FPÖ auf EU-Ebene kümmern will.
„Nicht nur Papier-, sondern menschliche Nähe“
Dieringer-Granza sei eine „starke Stimme aus Kärnten. Ihr steht eine große Aufgabe bevor, für die sie die besten Voraussetzungen hat: Mit ihrer Profession – sie ist Lehrerin – und ihren Sprachkenntnissen – sie spricht Italienisch“, sagt Angerer. Letzteres sieht sie selbst als „Voraussetzung für gute Zusammenarbeit“, sie habe auch „langjährige persönliche Kontakte in eine Region, die vor unserer Haustür liegt: Friaul-Julisch-Venetien. Für mich geht es nicht nur Papier-Nähe, sondern um menschliche Nähe.“
Apropos Italienisch: „Es wäre fast ein Muss, dass Kinder möglichst früh mit dieser Sprache in Kontakt kommen. Italienisch muss besser in die Kärntner Bildungseinrichtungen hineinkommen“, betont Angerer, wie wichtig der nahe Kontakt und die Zusammenarbeit mit den Nachbarn im Süden wären.
Zur in Kärnten autochthonen slowenischen Sprache sagt er auf Nachfrage: „Slowenien ist nicht mit Italien vergleichbar. Italien hat von der Wirtschaftsleistung her das Vier- oder Fünffache von Österreich. Slowenisch wird bei uns massiv unterstützt, für mich kommt Italienisch viel zu wenig vor.“
Pläne für die Nationalratswahl gibt es auch schon: „Unser Ziel ist nicht ein Kärntner Mandat mehr oder weniger, sondern ein Volkskanzler Kickl“, so Angerer.
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