Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen ist nach dem Angriff in Kopenhagen vom Freitagabend im Krankenhaus untersucht worden. „Der Schlag hat ein leichtes Schleudertrauma verursacht“, teilte ihr Büro mit.
Sie sei ansonsten in guter Verfassung, aber durch den Vorfall erschüttert. Frederiksens Teilnahme an mehreren Veranstaltungen wurde abgesagt.
Die 46-Jährige war am Freitag in der Kopenhagener Innenstadt von einem Mann körperlich angegangen worden. Die Polizei nahm einen 39-jährigen Mann fest. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Weder die Polizei noch das Büro der Ministerpräsidentin haben sich bisher zu den Absichten des Angreifers geäußert – bzw. dazu, ob er bewaffnet war.
Übergriffe auf Politiker haben in den letzten Jahren zugenommen. Alleine in Deutschland verzeichnete die Polizei über 2700 Angriffe auf Mandatsträger. Während des Wahlkampfs für das EU-Parlament gab es mehrere Attacken auf Politiker unterschiedlicher Richtungen. Bekannte Beispiele in der jüngeren Vergangenheit sind unter anderem das Attentat auf die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker im Oktober 2015 sowie der Mord an CDU-Politiker Walter Lübcke vor fünf Jahren.
In Österreich haben Attacken Seltenheitswert
In der Slowakei schwebte Regierungschef Robert Fico nach einem Messerangriff im Mai kurz in Lebensgefahr. In Österreich haben körperliche Angriffe auf Politiker zum Glück Seltenheitswert. Bekannteste Vorfälle waren 2008 die vergiftete Praline für den Bürgermeister von Spitz, Hannes Hirtzberger, der seither im Wachkoma liegt, die Briefbombenserie von Franz Fuchs in den 1990ern, bei der unter anderen der damalige Wiener Bürgermeister Helmut Zilk schwer verletzt wurde, oder der Mord am Wiener Stadtrat Heinz Nittel durch islamistische Terroristen 1981.
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