Jahr für Jahr „stürmen“ unzählige Besucher das Städtchen Dürnstein in der Wachau. Nun sollen die Gästeströme eingedämmt werden.
Sie sind Fluch und Segen zugleich: die Touristenmassen im kleinen, malerischen Ort Dürnstein in der Wachau. Jedes Jahr pilgern zigtausende Menschen in die beliebte Tourismusgemeinde an der Donau – besonders in der bevorstehenden Sommersaison wird das Städtchen von den Gästen regelrecht „überrannt“. Vor allem würden sich die Touris mitten in der Altstadt aufhalten, also zwischen Stadttor und Rathaus, erklärt Bürgermeister Johann Riesenhuber. Bis zu 12.000 Gäste pro Tag halten sich in der Hauptsaison im Ortskern auf.
Um diese Besucherströme besser zu verteilen, hat die Gemeinde in den letzten beiden Jahren zusammen mit dem Land und Donau Niederösterreich Tourismus Maßnahmen ausgearbeitet und zum Teil auch schon umgesetzt.
Maßnahmen sollen Abhilfe schaffen
So wurde der größte Parkplatz in Dürnstein neu strukturiert und gestaltet, damit Besucher mehr Zeit direkt an der Donaulände anstatt im Ortszentrum verbringen. Außerdem legen mittlerweile weniger Kreuzfahrtschiffe direkt in Dürnstein an, sondern steuern vermehrt die Standorte Krems, Melk oder Ybbs an. Touristen, die lieber in die Pedale treten, haben seit diesem Jahr die Wahl zwischen zwei Routen des Donauradweges – nämlich nicht nur wie gehabt durch die Altstadt, sondern außerdem auch auf dem Treppelweg entlang der Donau.
Es braucht eine Balance zwischen den Bedürfnissen der Bevölkerung, unserer Gäste, der Natur und unseren Traditionen.
Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau
Darüber hinaus sollen die sogenannten „Top-Tours“ – fünf vorgeschlagene Routen für Spaziergänge – die Gästeströme besser verteilen. Und so nicht nur die örtliche Infrastruktur entlasten, sondern auch die Anrainer, die unter dem Massenandrang von Touristen leiden.
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