Zielscheibe Europa

Bildet der Iran Terroristen in Schweden aus?

Ausland
30.05.2024 18:58

Der Iran rekrutiert schwedischen Angaben zufolge Mitglieder krimineller Gruppen in Schweden für Attentate. Besonders israelische Einrichtungen würden dabei ins Visier geraten. Auch der Mossad warnt vor Anschlägen in Europa, die im Hintergrund vom Iran orchestriert werden.

Das „iranische Regime“ benutze kriminelle Netzwerke in Schweden dazu, Gewalttaten gegen andere Staaten, Gruppen oder Menschen in Schweden auszuüben, die es als Bedrohung ansieht, teilte der schwedische Inlandsgeheimdienst (Säpo) am Donnerstag mit.

Die Taten seien insbesondere gegen „israelische und jüdische Interessen, Ziele und Aktivitäten“ gerichtet, hieß es weiter. Vor zwei Wochen hatte die Polizei „verdächtige“ Schüsse in der Nähe der israelischen Botschaft in Stockholm gemeldet. Im Februar war ein aktivierter Sprengsatz auf dem Grundstück der Botschaft gefunden worden. Der Botschafter sprach von einem „versuchten Anschlag“.

Bandenkriminalität Nährboden für Terrorismus
Dem Geheimdienst zufolge könnten auch „sehr junge Personen, sogar Kinder“ für Aktivitäten benutzt werden, die die Sicherheit Schwedens gefährden. Schweden hat seit Jahren mit schwerer Bandenkriminalität zu kämpfen. Fast wöchentlich kommt es zu Schießereien und Bombenattentaten.

Israels Auslandsgeheimdienst Mossad warnt nach Medienberichten vor Unterstützung des Irans für Terror gegen jüdische und israelische Einrichtungen vor den Olympischen Spielen in Paris. Israelische Medien berichteten am Donnerstag, nach Darstellung des Mossad stütze Teheran sich dabei auf kriminelle Gruppen in Europa. Die Vorwürfe ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Die „Jerusalem Post“ nannte dabei zwei Gruppen namens Foxtrot und Rumba. Diese seien „direkt verantwortlich für gewaltsame Aktivisten und Terrorförderung in Schweden und ganz Europa“. Sie hätten dafür finanzielle Unterstützung und Anweisungen aus dem Iran erhalten.

Schweden schlägt Alarm
Der Iran habe bereits in anderen europäischen Ländern Gewalt angewendet, um „kritische Stimmen“ zum Schweigen zu bringen, hieß es weiter in der Mitteilung der Säpo. Spionageabwehr-Chef Daniel Stenling erklärte vor Journalisten, Schweden werde zum Schauplatz für Irans regionale Konflikte.

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